Dynamo will Hoti zurück – doch Magdeburg stellt sich quer
Eigentlich schien die Ausgangslage klar: Andi Hoti ist beim 1. FC Magdeburg nicht mehr eingeplant, sein Wechselwunsch öffentlich bekannt, Dynamo Dresden sucht dringend Verstärkung für die Defensive. Dennoch stockt der Deal – und das liegt offenbar allein an den Magdeburgern.
Wie berichtet wird, lehnte Sportchef Otmar Schork ein schriftliches Angebot aus Dresden ab. Das sorgt für Irritation, hatte Schork dem Innenverteidiger doch erst vor wenigen Tagen öffentlich die Freigabe erteilt. Auf die widersprüchliche Situation angesprochen, verwies der Manager auf Diskretion und wollte sich nicht weiter äußern.
Fakt ist: Hoti spielt sportlich keine Rolle mehr. Der 22-Jährige fehlte zuletzt im Trainingslager, wurde freigestellt und darf sich einen neuen Verein suchen. Bereits im Herbst war klar kommuniziert worden, dass nur Spieler mit voller Überzeugung Teil des Kaders bleiben sollen – Hoti zählt nicht dazu.
Umso schwerer nachvollziehbar erscheint die aktuelle Blockade. In der Branche wird vermutet, dass Magdeburg einen direkten Zweitliga-Konkurrenten nicht stärken möchte. Dynamo steht nach 17 Spieltagen am Tabellenende, Magdeburg rangiert vier Punkte davor. Ein Abgang Hotis würde zwar sportlich kaum schmerzen, könnte Dresden aber helfen.
Dabei spricht auch wirtschaftlich einiges für einen Transfer: Magdeburg würde Gehalt einsparen und zumindest eine kleine Ablöse kassieren. Hinzu kommt, dass Hotis Vertrag im Sommer ausläuft. Schon im vergangenen Sommer scheiterte ein Verbleib in Dresden daran, dass Magdeburg den Kosovaren nicht ziehen ließ.
Dynamo hat auf dem Transfermarkt bereits reagiert und sich defensiv mehrfach per Leihe verstärkt. Der Wunschspieler Hoti bleibt dennoch ein Thema – doch solange Magdeburg hart bleibt, ist der Wechsel weiter offen.
11.01.2026, 18:28 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de