Hoffenheim verspielt 3:1 – Stuttgart rettet spät einen Punkt
Dieses Spiel wird Hoffenheim noch beschäftigen. Die TSG hatte gegen den VfB Stuttgart fast alles in der eigenen Hand: eine frühe Führung, später ein 3:1, dazu eine Überzahl nach der Roten Karte gegen Atakan Karazor. Und trotzdem stand am Ende nur ein Punkt.
Der VfB Stuttgart dagegen darf dieses 3:3 fast wie einen kleinen Sieg werten. Die Mannschaft lag zwei Tore zurück, musste die Schlussphase mit einem Mann weniger bestreiten und traf dennoch mit der letzten Aktion zum Ausgleich.
Kramaric trifft direkt nach seiner Vertragsverlängerung
Die Partie begann mit einer passenden Geschichte für Hoffenheim. Kurz vor dem Anpfiff hatte die TSG die Vertragsverlängerung mit Andrej Kramaric bekanntgegeben – und nur wenige Minuten später stand der Kroate schon wieder im Mittelpunkt.
Nach einem Einwurf und etwas Unordnung in der Stuttgarter Defensive landete der Ball bei Kramaric, der aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Es war ein Treffer, der perfekt in den Nachmittag passte: Der langjährige Führungsspieler liefert, direkt nachdem seine Zukunft im Kraichgau geklärt ist.
Stuttgart antwortet – Hoffenheim schlägt sofort zurück
Der VfB brauchte etwas, um nach dem Rückstand sauber ins Spiel zu finden, kam aber durch Chris Führich zum Ausgleich. Der Treffer fiel aus spitzem Winkel, Hoffenheims Torwart Oliver Baumann sah dabei nicht glücklich aus.
Doch die TSG ließ sich davon nicht aus dem Rhythmus bringen. Nur wenige Minuten später war Hoffenheim wieder vorn. Bazoumana Touré nutzte eine unzureichend geklärte Situation und traf aus halblinker Position zum 2:1.
Gerade in dieser ersten Halbzeit wirkte Hoffenheim in den zweiten Bällen wacher. Stuttgart hatte zwar Phasen mit Ballbesitz, bekam aber zu selten echte Kontrolle in die Partie.
Hoffenheim legt nach – Kramaric schnürt Doppelpack
Nach der Pause erwischte die TSG erneut den besseren Moment. Ein langer Ball überspielte das Stuttgarter Pressing, Touré legte quer und Kramaric vollendete zum 3:1.
Zu diesem Zeitpunkt sah vieles nach einem Hoffenheimer Sieg aus. Die Gastgeber waren effizient, spielten zielstrebig nach vorn und schienen das Duell um Platz vier auf ihre Seite zu ziehen.
Demirovic bringt den VfB zurück
Doch Stuttgart blieb im Spiel. Nach einem Hoffenheimer Ballverlust schaltete der VfB schnell um. Jamie Leweling bediente Ermedin Demirovic, der zum 3:2 verkürzte.
Dieser Treffer veränderte die Partie. Plötzlich war wieder Spannung da, obwohl Stuttgart kurz darauf den nächsten schweren Rückschlag hinnehmen musste.
Karazor sieht Rot – Hoffenheim nutzt die Räume nicht
Atakan Karazor traf Fisnik Asllani im Mittelfeld mit offener Sohle und sah die Rote Karte. Die Entscheidung war hart in der Wirkung, aber nachvollziehbar. Für Hoffenheim hätte dies der Moment sein müssen, das Spiel endgültig zu beruhigen.
Stattdessen ließ die TSG mehrere Konterchancen liegen. Immer wieder öffneten sich Räume, doch der letzte Pass oder der Abschluss war zu ungenau. Besonders bitter: Hoffenheim hatte Möglichkeiten, das 4:2 zu erzielen, bekam den Deckel aber nicht drauf.
Tiago Tomas bestraft Hoffenheims Nachlässigkeit
Stuttgart blieb dadurch am Leben. In der Nachspielzeit hatte Tiago Tomas zunächst schon eine große Kopfballchance, setzte den Ball aber knapp vorbei. Wenig später machte er es besser.
Nach einer Hereingabe und einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum parierte Baumann zunächst, doch der Ball landete vor Tiago Tomas. Der Stuttgarter schob zum 3:3 ein – und riss Hoffenheim mit der letzten Aktion zwei Punkte aus der Hand.
Fazit: Stuttgart bleibt vor Hoffenheim
Für die Tabelle ist dieses Remis enorm wichtig. Hoffenheim verpasst es, am VfB vorbeizuziehen. Stuttgart behält die bessere Ausgangslage und hat die Champions-League-Qualifikation weiter in der eigenen Hand.
Für die TSG bleibt dagegen ein ärgerlicher Abend. Wer zu Hause 3:1 führt, danach in Überzahl spielt und trotzdem nicht gewinnt, muss sich die Frage nach der eigenen Spielkontrolle gefallen lassen.
Stuttgart zeigte Moral, Hoffenheim ließ zu viel liegen. Genau deshalb fühlte sich dieses 3:3 nach dem Abpfiff für beide Seiten völlig unterschiedlich an.
03.05.2026, 05:33 Redaktion Sport-Finden.de