Hoffenheim gegen Leverkusen: Ilzer rotiert – Leverkusen mit Schick als Fixpunkt
Hoffenheim geht mit einer erwarteten Viererkette um Coufal, Hranac, Hajdari und Bernardo in die Partie, davor soll Avdullahu absichern. Entscheidend wird sein, wie schnell die TSG nach Ballgewinn nach vorn kommt – denn gegen Leverkusen reicht es selten, nur „drin“ zu bleiben. Mit Lemperle, Asllani und Touré deutet Ilzer eine offensive Dreierreihe an, die im richtigen Moment Tempo aufnehmen kann.
TSG: Rückkehrer und Rotation – Ilzer hat mehrere Hebel
Hajdari dürfte nach abgesessener Sperre wieder in die Startelf rücken und Kabak verdrängen – das ist nicht nur ein Personalwechsel, sondern auch eine Frage der Spielanlage. Hajdari bringt eine andere Dynamik ins Verteidigen, was gegen Leverkusens Beweglichkeit im Zwischenraum wichtig sein kann.
In der Englischen Woche könnte Ilzer zudem stärker rotieren. Touré und Prömel gelten als Startelfkandidaten – und genau diese beiden Namen sind für Hoffenheim nicht unwichtig: Prömel gibt im Zentrum Struktur, Touré kann mit seinen Läufen Momente schaffen, in denen Leverkusen einmal nicht sauber nachschieben kann.
Die Ausfallliste bleibt dennoch ein Thema: Hlozek (Wadenverletzung) und Campbell (Sprunggelenkverletzung) fehlen, Machida fällt mit Kreuzbandriss aus. Das reduziert die Optionen für Plan B – und macht die Startphase umso wichtiger.
Leverkusen: neue Achse, klare Rollen – aber Ausfälle in der Balance
Leverkusen reist mit einer Besetzung an, die viel nach Positionsspiel und Flügelarbeit aussieht: Grimaldo links, Tella und Hofmann als kreative Anspielstationen, dazu Poku als Tempofaktor. Vorne ist Schick der Fixpunkt – er soll Abschlüsse erzwingen, Bälle festmachen und die Hoffenheimer Innenverteidiger binden.
Gleichzeitig muss Trainer Hjulmand Ausfälle auffangen: Palacios arbeitet nach einer Muskelsehnenverletzung an den Adduktoren am Comeback, Tapsoba fehlt mit Muskelfaserriss. Das sind genau die Spieler, die in engen Spielen oft die Balance halten – entweder über Spielkontrolle im Zentrum oder über Stabilität im Umschalten.
Gelb-Gefahr und Afrika-Cup: Personalthemen bleiben präsent
Badé steht bei vier Gelben Karten und muss aufpassen, sich nicht früh im Spiel festzubeißen. Und auch das Afrika-Cup-Thema schwingt mit: Ben Seghir ist dort, während zwei Teilnehmer wieder ins Aufgebot rücken könnten. Maza wäre eine Option neben Aleix Garcia in der Doppelsechs oder als halbrechter Zehner, Kofane könnte Schick entlasten – je nachdem, wie das Spiel läuft.
So kann die Partie entschieden werden
Hoffenheim braucht Mut in den richtigen Momenten: nicht wild, aber konsequent – vor allem nach Ballgewinnen. Leverkusen hingegen will den Gegner über Breite und Zwischenräume auseinanderziehen. Wenn Bayer früh Zugriff bekommt, droht der TSG ein Spiel, in dem sie fast nur hinterherläuft. Bleibt Hoffenheim dagegen lange im Spiel, kann genau ein sauberer Umschaltmoment reichen, um Leverkusen in eine hektische Phase zu zwingen.
17.01.2026, 10:18 – Redaktion Sport-Finden.de