Heidenheim leiht Hennes Behrens aus: Reaktion auf Pacarada-Ausfall kommt im Winter
Heidenheim startet das neue Jahr mit einem Transfer, der vor allem eines adressiert: Stabilität und Alternativen auf links. Der Bundesliga-Vorletzte hat Hennes Behrens auf Leihbasis bis Saisonende verpflichtet. Der 35? Nein – gerade das ist der Punkt: Behrens ist jung, entwicklungsfähig und soll mittelfristig helfen, kurzfristig aber auch Druck auf die Position bringen.
Dass die Verstärkung erst jetzt kommt, hat einen Hintergrund, den Heidenheim offen benennt. Seit der schweren Verletzung von Leart Pacarada am 3. Spieltag suchte der Klub nach zusätzlicher Qualität auf der linken Seite. Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald stellt den Transfer entsprechend als Lückenschluss dar: Behrens bringe eine sehr gute Ausbildung mit und habe noch deutliches Entwicklungspotenzial.
Der Linksfuß hat seine fußballerischen Wurzeln in den Nachwuchsbereichen von Mainz 05 und Darmstadt 98, ehe er 2020 zur TSG Hoffenheim wechselte. Dort ging es Schritt für Schritt durch die Nachwuchsteams – inklusive eines Highlights als U-19-Kapitän: In der Saison 2023/24 holte er mit Hoffenheims A-Jugend das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Über die zweite Mannschaft folgten Drittliga-Einsätze und schließlich der erste Profivertrag.
Für die Profis der TSG stehen bei Behrens bereits erste Duftmarken: je ein Einsatz in Bundesliga und Europa League, allerdings blieb er in dieser Saison im Oberhaus bislang außen vor. Das erklärt auch den Move nach Heidenheim – hier soll aus „nah dran“ nun „mittendrin“ werden.
Ganz sofort wird das aber noch nicht funktionieren. Seit Ende September fehlte Behrens mit einer Muskelsehnenverletzung und arbeitet aktuell individuell auf dem Platz. Heidenheim rechnet damit, dass er in zwei bis drei Wochen vollständig ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Bis dahin heißt es: Fitness aufbauen, ankommen, Abläufe lernen.
Behrens selbst formuliert sein Ziel ohne Umwege: Er will sich in der Bundesliga weiterentwickeln und „möglichst viel Spielpraxis“ sammeln – und zugleich beim gemeinsamen Plan helfen, am Ende wieder über dem Strich zu stehen. Für Heidenheim ist es ein Transfer mit Augenmaß: kein großer Name, aber ein klarer Bedarf – und ein Spieler, der genau diese Lücke schließen soll.
02.01.2026, 11:12, Redaktion Sport-Finden.de