Nach Niederlage gegen Dänemark: DHB-Team braucht Punkt gegen Frankreich
Nach der zweiten Turnierniederlage steht die deutsche Nationalmannschaft bei der Handball-EM unter Zugzwang. Das 26:31 gegen den amtierenden Weltmeister Dänemark war trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung nicht zu vermeiden – und macht das abschließende Hauptrundenspiel gegen Frankreich nun entscheidend.
Bundestrainer Alfred Gislason hatte sein Team bewusst verändert aufgestellt. Die beiden Stamm-Außen Lukas Mertens und Lukas Zerbe erhielten eine Pause, im Tor begann überraschend David Späth anstelle von Andreas Wolff. Der junge Keeper zahlte das Vertrauen früh mit einer starken Parade gegen Welthandballer Mathias Gidsel zurück und hielt Deutschland im Spiel.
Das DHB-Team startete konzentriert, verteidigte engagiert und nutzte seine Chancen zunächst effizient. Zwei sicher verwandelte Siebenmeter von Nils Lichtlein brachten sogar eine frühe Führung. Doch Dänemark antwortete mit einem Zwischenspurt und übernahm zunehmend die Kontrolle.
In der Phase vor der Pause wurde Emil Nielsen im dänischen Tor zum Faktor. Deutschland blieb mehrere Minuten ohne Treffer, hielt defensiv aber dagegen und ging nur mit einem knappen Rückstand in die Kabine. Ein vergebener Siebenmeter nach Ablauf der Uhr verhinderte den möglichen Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel setzte sich die individuelle Klasse des Weltmeisters zunehmend durch. Die DHB-Auswahl kämpfte weiter, fand gegen die dänische Abwehr jedoch seltener Lösungen und konnte den Rückstand nicht mehr entscheidend verkürzen.
Damit ist die Ausgangslage klar: Um das Halbfinale zu erreichen, benötigt Deutschland im letzten Hauptrundenspiel gegen Frankreich mindestens einen Punkt. Die Partie wird damit zum echten Endspiel.
27.01.2026, 05:21 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de