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Was eSports-Stars wirklich verdienen: Gehälter, Preisgelder und Millionen-Deals

Preisgeld-Listen erzählen nur die halbe Wahrheit. Das große Geld im eSports fließt über Gehälter, Buyouts und Sponsorenverträge. Wir zeigen mit konkreten Zahlen, was Topstars wirklich verdienen – und wo die Unterschiede zwischen League of Legends, Counter-Strike und Dota 2 liegen.

eSports-Gehälter und Millionenverträge erklärt

League of Legends: Faker ist kein Preisgeld-König – aber Gehalts-Spitzenreiter

League of Legends schüttet Millionen an Preisgeld aus, doch der finanzielle Schwerpunkt liegt klar bei festen Verträgen. Der bekannteste Name ist Faker.

Seine reinen Turniergewinne liegen bei rund 1,9 Millionen US-Dollar. Das wirkt im Vergleich zu Dota-Profis niedrig – sagt aber wenig über sein tatsächliches Einkommen aus.

Branchennahe Schätzungen gehen davon aus, dass Faker bei T1 ein Jahresgehalt zwischen 5 und 7 Millionen US-Dollar bezieht. Hinzu kommen persönliche Sponsorenverträge (Samsung, Nike-Partnerschaften im Teamumfeld, Streaming-Rechte), die das Gesamteinkommen weiter erhöhen.

Buyouts spielen in LoL ebenfalls eine Rolle. Für Top-Spieler aus der LCK oder LPL wurden in der Vergangenheit Ablösen im Bereich von 1 bis 3 Millionen US-Dollar kolportiert – offiziell bestätigt werden diese Summen allerdings selten.

Counter-Strike: Starkes Preisgeld plus solides Teamgehalt

In Counter-Strike verteilt sich das Einkommen ausgewogener. Top-Spieler verdienen jährlich etwa 400.000 bis 800.000 US-Dollar Gehalt, bei absoluten Stars auch darüber.

Hinzu kommen Turniergewinne: Ein Spieler wie dupreeh hat über 2,2 Millionen US-Dollar an Preisgeld eingesammelt. Ablösesummen bewegen sich im CS-Bereich meist zwischen 200.000 und 1 Million US-Dollar.

Der Vorteil von Counter-Strike: stabile Turnierserien, lange Karrieren, planbare Einnahmen – weniger Extreme, aber hohe Kontinuität.

Dota 2: Gigantisches Preisgeld, geringere Grundgehälter

Dota 2 bleibt das Spiel der Preisgeld-Millionäre. Spieler wie N0tail haben über 7 Millionen US-Dollar allein durch Turniere verdient.

Die Grundgehälter in Dota-Teams sind dagegen meist niedriger als in LoL: oft 5.000 bis 15.000 US-Dollar pro Monat. Der große Reichtum entsteht fast ausschließlich durch Major-Turniere.

Ablösen sind in Dota selten, da viele Teams auf kurzfristige Verträge und flexible Kader setzen.

Fortnite: Extremes Preisgeld, kaum Gehaltsstrukturen

Fortnite ist ein Sonderfall. Einzelne Turniere brachten Spielern wie Bugha auf einen Schlag 3 Millionen US-Dollar.

Feste Teamgehälter sind dagegen gering oder gar nicht vorhanden. Der Verdienst entsteht fast vollständig über Preisgeld, Streaming und Sponsoren.

Warum Leser oft ein falsches Bild vom eSports-Geld haben

„Verdienst“ wird häufig mit Preisgeld gleichgesetzt. In Wahrheit gilt:

  • LoL: hohes Gehalt + Sponsoring
  • CS: gutes Gehalt + konstantes Preisgeld
  • Dota 2: niedriges Gehalt + extreme Turniersummen
  • Fortnite: kaum Gehalt + Einzel-Explosionen

Ein Spieler mit geringem Preisgeld kann finanziell deutlich besser dastehen als ein Turniermillionär – abhängig von Vertrag und Marktwert.

Fazit: eSports ist längst ein Millionengeschäft – aber sehr unterschiedlich

Wer wissen will, „wer am meisten verdient“, muss differenzieren. Faker ist kein Preisgeld-König, aber einer der bestbezahlten Spieler weltweit. Dota-Stars dominieren die Turnierlisten, CS-Profis verdienen konstant, Fortnite-Spieler leben von großen Momenten.

Der eSports ist damit finanziell näher am Profifußball, als viele glauben – nur mit deutlich weniger Transparenz.

Das verdienen die deutschen Profis bei SK Gaming

Auch bei SK Gaming wird regelmäßig über Gehälter spekuliert – offizielle Zahlen veröffentlicht die Organisation jedoch nicht. Dennoch lassen sich die Einkommen der deutschen Profis realistisch eingrenzen, da für die LEC ein inoffizieller Gehaltsrahmen bekannt ist und mehrere Manager sowie Spieler in der Vergangenheit über Größenordnungen gesprochen haben.

Für LEC-Spieler wie den deutschen Jungler Markoon oder frühere deutsche SK-Akteure werden jährliche Grundgehälter im Bereich von 150.000 bis 300.000 Euro als realistisch eingeschätzt. Topstars der Liga liegen deutlich darüber, SK Gaming bewegt sich jedoch bewusst im soliden Mittelfeld und setzt stärker auf Entwicklung als auf Millionenverträge.

Hinzu kommen leistungsbezogene Boni, etwa für Playoff-Teilnahmen oder internationale Qualifikationen, sowie Einnahmen aus Streaming, persönlichen Sponsorendeals und Social-Media-Aktivitäten. Diese Zusatzverdienste können das Jahreseinkommen einzelner Spieler noch einmal um einen fünfstelligen Betrag erhöhen.

Ablösesummen spielen bei SK Gaming ebenfalls eine Rolle, liegen im europäischen League-of-Legends- Markt jedoch meist deutlich unter den Summen aus China oder Korea. Branchenkenner gehen davon aus, dass Buyouts für etablierte LEC-Spieler in der Regel zwischen 200.000 und 800.000 Euro liegen – abhängig von Vertragslaufzeit und sportlichem Wert.

Unterm Strich gilt: Deutsche Profis bei SK Gaming verdienen deutlich mehr als der Durchschnitt der Szene, bleiben aber klar unter den Spitzengehältern der internationalen Toporganisationen. Das Modell setzt auf Stabilität, Entwicklung und langfristige Perspektiven statt kurzfristiger Gehaltsrekorde.

04.01.2026, 07:34 Uhr Redaktion Sport-Finden.de




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