SC Freiburg – Borussia Mönchengladbach 2:1: Gladbach bleibt auch im 28. Anlauf sieglos
Es war lange Zeit kein Spiel für Feinschmecker. Viel Ballbesitz auf Gladbacher Seite, wenig Tempo, kaum Risiko. Freiburg brauchte Geduld – und zwei entschlossene Momente.
Ginter bricht das zähe Spiel auf
Die Anfangsphase war geprägt von Sicherheitsdenken. Gladbach verschob diszipliniert, ließ den Ball aber überwiegend quer laufen. Freiburg rannte an, fand zunächst jedoch kaum Lücken. Die xGoals-Werte unterstrichen das Bild: viel Struktur, wenig Gefahr.
Dann reichte eine Standardsituation, um die Statik aufzubrechen. Nach einem langen Einwurf landete der Ball über Umwege bei Matthias Ginter, der aus kurzer Distanz technisch anspruchsvoll vollstreckte. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub verzichtete er auf großen Jubel – die Führung war dennoch verdient.
Matanovic erhöht – Gladbach bleibt zu passiv
Nach dem Seitenwechsel änderte sich zunächst wenig. Die Gäste wirkten weiterhin bemüht um Stabilität, aber ohne echte Durchschlagskraft. Freiburg kontrollierte das Geschehen, ohne ins offene Messer zu laufen.
Die Vorentscheidung fiel nach einem Ballgewinn im Mittelfeld. Freiburg schaltete schnell um, die Hereingabe wurde zunächst geklärt, doch Igor Matanovic stand goldrichtig und schob zum 2:0 ein. In dieser Phase wirkte Gladbach zu zögerlich – genau das nutzte der Sport-Club aus.
Tabakovic macht es noch einmal spannend
Erst in der Schlussviertelstunde kam mehr Entschlossenheit ins Gladbacher Spiel. Ein zunächst wegen Abseits aberkanntes Tor von Haris Tabakovic war ein erstes Warnsignal. Kurz darauf durfte der Stürmer dann doch jubeln: Nach einer Ecke setzte er sich im Fünfmeterraum durch und köpfte zum 1:2 ein.
Die Gäste drängten nun mit deutlich mehr Überzeugung, doch Freiburg verteidigte konzentriert. In der Nachspielzeit vereitelte Günter mit starkem Einsatz die große Ausgleichschance, als er im letzten Moment klärte.
Serie hält – Krise ebenfalls
Freiburg bleibt zuhause im Jahr 2026 makellos und sammelt wichtige Punkte im oberen Tabellendrittel. Für Borussia Mönchengladbach dagegen wird die Lage unangenehmer: Sieben Spiele ohne Sieg, erneut keine Punkte im Breisgau – und vor allem über weite Strecken zu wenig Mut im Offensivspiel.
Manchmal kippen Spiele in einer einzigen Szene. Dieses Mal war es der Moment, in dem Freiburg entschlossener agierte – und Gladbach zu lange abwartete.
22.02.2026, 19:11 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de