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Freiburg schreibt Geschichte – 3:1 gegen Braga und ab ins Europa-League-Finale

Der SC Freiburg steht erstmals in seiner Vereinsgeschichte in einem Europapokal-Finale. Nach dem 1:2 im Hinspiel gewann der SC das Rückspiel gegen Sporting Braga mit 3:1 und setzte sich insgesamt mit 4:3 durch.

SC Freiburg feiert den Einzug ins Europa-League-Finale nach dem Sieg gegen Braga

Es gibt Fußballabende, die sofort größer wirken als ein normales Ergebnis. Dieser Donnerstag in Freiburg gehört dazu. Der SC Freiburg hat Sporting Braga mit 3:1 geschlagen, das Halbfinale gedreht und steht zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in einem Europapokal-Finale.

Was nach dem bitteren 1:2 im Hinspiel noch nach einer komplizierten Aufgabe aussah, wurde im Rückspiel zunächst zu einem Freiburger Geduldsspiel – und am Ende zu einem Nervenkrimi, der im Stadion alle Grenzen sprengte.

Frühe Rote Karte verändert das Spiel

Der erste große Einschnitt kam bereits nach sechs Minuten. Niklas Beste war auf dem Weg Richtung Strafraum, Mario Dorgeles brachte ihn als letzter Mann zu Fall – Schiedsrichter Davide Massa entschied sofort auf Rote Karte.

Damit spielte Braga fast die gesamte Partie in Unterzahl. Für Freiburg war das einerseits eine große Chance, andererseits auch eine Aufgabe für Kopf und Geduld. Denn die Portugiesen zogen sich tief zurück und machten die Räume eng.

Kübler bringt Freiburg auf Kurs

Nach 19 Minuten fiel dann der Treffer, den Freiburg so dringend brauchte. Nach einer Flanke und einer unzureichenden Klärung landete der Ball bei Lukas Kübler. Der Abschluss war nicht sauber, aber wirkungsvoll: Die Kugel fand über Umwege den Weg ins Tor.

Mit dem 1:0 war das Hinspielergebnis ausgeglichen. Freiburg hatte nun die Kontrolle, musste aber weiter geduldig bleiben, weil Braga trotz Unterzahl kaum klare Räume anbot.

Manzambi trifft traumhaft zum 2:0

Kurz vor der Pause folgte der Moment, der das Spiel endgültig in Freiburger Richtung schob. Johan Manzambi bekam den Ball halblinks, zog nach innen und schloss aus rund 20 Metern stark ab.

Sein Schuss schlug oben rechts ein – ein Treffer, der nicht nur schön war, sondern auch die Tür zum Finale weit öffnete.

Zur Pause führte Freiburg 2:0 und war virtuell im Endspiel. Doch Braga hatte kurz vor dem Seitenwechsel mit einer Doppelchance gezeigt, dass dieses Halbfinale noch nicht entschieden war.

Freiburg drückt nach der Pause auf die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel spielte der SC zielstrebiger nach vorne. Beste traf den Außenpfosten, Ginter verfehlte knapp, Manzambi prüfte Bragas Torwart Hornicek. Freiburg suchte nun das dritte Tor, um die Partie wirklich abzusichern.

Braga blieb zwar gefährlich, doch über weite Strecken wirkte es so, als habe Freiburg das Spiel im Griff. Die Breisgauer ließen den Ball laufen, gewannen viele zweite Bälle und hielten den Gegner vom eigenen Strafraum fern.

Kübler wird zum Mann des Abends

In der 72. Minute fiel dann der vermeintliche Befreiungsschlag. Vincenzo Grifo brachte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld in den Strafraum, Kübler stieg hoch und köpfte den Ball unter die Latte.

Das 3:0 fühlte sich wie die Entscheidung an. Kübler, ohnehin schon Torschütze des ersten Treffers, wurde damit endgültig zum Freiburger Halbfinal-Helden.

Braga sorgt noch einmal für Zittern

Doch dieses Spiel hatte noch eine letzte Wendung parat. Pau Victor verkürzte nach 79 Minuten per Kopf auf 3:1. Plötzlich war Braga wieder ein Tor von der Verlängerung entfernt – und Freiburg verlor für einige Minuten die Sicherheit.

Die Gäste warfen trotz Unterzahl alles nach vorne. Freiburg gab den Ball zu schnell her, leistete sich unnötige Fouls und musste mehrfach brenzlige Situationen überstehen.

Noah Atubolu wurde in der Schlussphase noch einmal wichtig. Der Freiburger Torwart lenkte einen gefährlichen Abschluss über die Latte und hielt auch in der letzten Aktion den Finaleinzug fest.

Finale gegen Aston Villa in Istanbul

Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Freiburg steht im Finale der Europa League und trifft dort am 20. Mai im Istanbuler Tüpras Stadyumu auf Aston Villa.

Für den Verein ist dieser Erfolg historisch. Freiburg hat ein europäisches Halbfinale gedreht, eine schwierige Ausgangslage gemeistert und dabei gezeigt, wie viel Substanz in dieser Mannschaft steckt.

Es war nicht immer souverän, am Ende sogar extrem nervenaufreibend. Aber genau das macht diesen Abend wohl noch größer: Der SC Freiburg hat gezittert, gekämpft – und Geschichte geschrieben.

08.05.2026, 07:36 Uhr Redaktion Sport-Finden.de




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