Frankreich gegen Irak 3:0 – Mbappé glänzt nach Gewitterpause
Wer in Philadelphia bis zum Schlusspfiff ausharrte, bekam nicht nur einen weiteren Sieg der Franzosen zu sehen, sondern auch eines der ungewöhnlichsten Spiele dieser Weltmeisterschaft. Zwischen Halbzeitpfiff und Wiederanpfiff lagen mehr als zwei Stunden, weil ein Gewitter über das Stadion zog. Sportlich änderte die Zwangspause jedoch nichts am Kräfteverhältnis.
Mbappé sorgt früh für klare Verhältnisse
Frankreich übernahm sofort die Kontrolle und ließ Ball und Gegner laufen. Der Irak verteidigte tief, konnte die individuelle Klasse der Franzosen aber nicht dauerhaft eindämmen.
In der 14. Minute schlug Kylian Mbappé erstmals zu. Michael Olise spielte den Ball clever an die Strafraumgrenze, wo sich der Kapitän kurz Platz verschaffte und das Leder mit links traumhaft in den Winkel jagte. Für den Irak gab es gegen diesen Abschluss keine Abwehrmöglichkeit.
Die Franzosen blieben überlegen, gingen mit ihren Chancen jedoch nicht immer konsequent um. Der Außenseiter hielt kämpferisch dagegen und versuchte über lange Bälle auf Ayman Hussein für Entlastung zu sorgen.
Gewitter legt die Partie lahm
Kurz vor der Pause verschlechterte sich das Wetter zunehmend. Regen und aufziehende Gewitterzellen führten dazu, dass die Begegnung nach dem Halbzeitpfiff nicht wie geplant fortgesetzt werden konnte.
Die Zuschauer mussten ihre Plätze verlassen, Spieler und Offizielle warteten stundenlang auf grünes Licht. Erst nach einer Unterbrechung von mehr als zwei Stunden konnte die Partie tatsächlich fortgesetzt werden.
Damit wurde aus einem gewöhnlichen WM-Abend ein außergewöhnliches Ereignis, das erst weit nach Mitternacht beendet wurde.
Irak schenkt Mbappé das zweite Tor
Nach dem Wiederbeginn brauchten beide Mannschaften einige Minuten, um sich auf den nassen Rasen einzustellen. Frankreich wirkte dabei deutlich konzentrierter.
In der 54. Minute half der Irak kräftig mit. Nach einem misslungenen Kurzpass beim Abstoß schaltete Ousmane Dembélé blitzschnell und legte quer auf Mbappé. Der Weltstar musste den Ball nur noch über die Linie schieben und erhöhte auf 2:0.
Mit seinem zweiten Treffer des Abends baute Mbappé sein WM-Konto weiter aus und rückte näher an die historischen Bestmarken heran.
Dembélé macht den Deckel drauf
Der Widerstand der Iraker war damit weitgehend gebrochen. Frankreich kombinierte nun mit viel Selbstvertrauen und erspielte sich weitere Möglichkeiten.
Das 3:0 fiel in der 66. Minute. Michael Olise setzte sich stark durch und bediente Dembélé. Der Flügelspieler blieb vor dem Tor eiskalt und schob präzise ins lange Eck ein.
Danach verwaltete die Mannschaft von Didier Deschamps die Führung ohne größere Probleme. Der Irak kam lediglich durch Al-Hamadi noch zu einer guten Gelegenheit, verfehlte das Tor aber knapp.
Frankreich bereits qualifiziert
Mit sechs Punkten aus zwei Spielen steht Frankreich bereits sicher im Sechzehntelfinale. Die Mannschaft überzeugte nicht mit spektakulärem Offensivfeuerwerk, zeigte aber einmal mehr ihre enorme Effizienz.
Der Irak verkaufte sich phasenweise ordentlich, konnte die individuelle Klasse des Favoriten letztlich aber nicht kompensieren. Für die "Löwen von Mesopotamien" wird das letzte Gruppenspiel nun zur entscheidenden Bewährungsprobe.
23.06.2026, 06:39 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de