Bericht vor Saisonstart: Mercedes soll Probleme mit der Antriebseinheit gehabt haben
Die neue Formel-1-Saison rückt näher – und mit ihr die erste große Standortbestimmung bei den Wintertests. In Barcelona (ab 26. Januar) wollen die Teams erstmals zeigen, wie weit sie mit ihren neuen Konzepten sind. Aus der Gerüchteküche war zuletzt immer wieder zu hören, Mercedes könnte bei der Entwicklung des Antriebspakets einen Vorteil haben.
Genau diesem Bild widersprach nun Johnny Herbert zumindest indirekt. Der frühere Formel-1-Pilot berichtete, dass er zwar keine Aussagen direkt aus den Teams erhalten habe, jedoch gehört haben will, dass Mercedes beim Einbau der Antriebseinheiten im Heck des Autos Schwierigkeiten hatte. Demnach soll das Fahrzeug bei einem Versuch nicht angesprungen sein – ein Detail, das in dieser Phase der Vorbereitung naturgemäß Fragen aufwirft.
Herbert deutete damit an, dass die Silberpfeile möglicherweise doch nicht so komfortabel dastehen, wie es einige Spekulationen zur neuen Reglementperiode vermuten ließen. Ob es sich um ein einmaliges Einbauproblem, eine Software-Thematik oder um tiefergehende technische Ursachen handelt, ist derzeit offen – offiziell hat Mercedes zu den Aussagen bislang nichts bestätigt.
Für zusätzliche Spannung sorgt der eng getaktete Zeitplan: Bereits am 22. Januar will Mercedes seinen neuen Boliden präsentieren. Auf der Fahrer-Seite setzt das Team in dieser Saison auf die Mischung aus George Russell und Youngster Kimi Antonelli. Herbert sieht Russell dabei klar in einer Führungsrolle und glaubt, dass die Konstanz des Briten ein entscheidender Faktor für ein mögliches Mercedes-Comeback sein kann.
Klar ist: Noch bevor die erste Runde in Barcelona gefahren ist, wird in der Formel 1 bereits gezählt, gewogen und interpretiert. Sollten die Gerüchte um technische Startprobleme stimmen, wäre es für Mercedes umso wichtiger, bei den Tests schnell für Stabilität zu sorgen – damit aus einem frühen Warnsignal kein echter Nachteil wird.
16.01.2026, 08:40 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de