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Diogo Costa hält alles, Porto bestraft Stuttgart eiskalt

Der VfB Stuttgart ist im Achtelfinale der Europa League ausgeschieden. Beim FC Porto hielten die Schwaben lange gut dagegen, erspielten sich mehrere gute Chancen, verloren aber dennoch mit 0:2. Weil Diogo Costa einen starken Abend erwischte und Porto seine wenigen klaren Momente konsequent nutzte, stand am Ende ein 1:4 nach Hin- und Rückspiel.

Der VfB Stuttgart scheitert im Europa-League-Rückspiel beim FC Porto

Der VfB Stuttgart hat die Europa League mit einem ordentlichen, aber letztlich zu wenig konsequenten Auftritt verlassen. Beim FC Porto waren die Schwaben gerade in der ersten Halbzeit die aktivere Mannschaft, erspielten sich Chancen und drängten die Portugiesen phasenweise tief in die eigene Hälfte. Doch was dem Team von Sebastian Hoeneß fehlte, hatte Porto an diesem Abend in fast perfekter Ausprägung: einen überragenden Torhüter und maximale Effizienz in den entscheidenden Szenen.

Stuttgart startet mutig, Porto trifft mit dem ersten echten Angriff

Schon in den Anfangsminuten war zu sehen, dass sich der VfB keineswegs kampflos aus dem Wettbewerb verabschieden wollte. Chabot prüfte Diogo Costa früh per Kopf, wenig später zwang Führich den portugiesischen Keeper mit einem Distanzschuss zur nächsten starken Parade. Auch Undav hatte das 1:0 für Stuttgart auf dem Fuß, traf den Ball nach einer Führich-Flanke jedoch nur um Zentimeter am linken Pfosten vorbei.

Stuttgart war in dieser Phase klar tonangebend, Porto blieb zunächst passiv und lauerte auf Umschaltsituationen. Genau daraus entstand dann aber die erste Wende des Spiels. Nach 21 Minuten nutzten die Gastgeber ihren ersten wirklich gefährlichen Angriff sofort zur Führung. William Gomes musste im Strafraum nur noch einschieben, nachdem sich Borja Sainz am Strafraumrand mit etwas Glück behauptet hatte. Für den VfB war das ein Nackenschlag, weil die eigene starke Anfangsphase damit ohne Ertrag blieb.

Diogo Costa wird zum Stuttgarter Problem

Auch nach dem Rückstand verlor der VfB nicht den Faden. El Khannouss aus der Distanz, erneut Führich mit einem platzierten Versuch ins rechte Eck und mehrere Flankenläufe über die Außen sorgten dafür, dass Porto kaum zur Ruhe kam. Doch immer wieder war Diogo Costa Endstation. Der portugiesische Nationaltorhüter zog einen starken Abend auf und verhinderte mit mehreren Reflexen, dass Stuttgart sich für seinen Aufwand belohnte.

Zur Pause sprach das Chancenverhältnis eher für die Gäste als für Porto. Auf der Anzeigetafel stand dennoch ein 0:1 aus Stuttgarter Sicht – und genau das machte die Aufgabe im zweiten Durchgang noch komplizierter.

Porto bleibt kühl, Froholdt entscheidet die Partie spektakulär

Auch nach dem Seitenwechsel suchte der VfB weiter den Weg nach vorne. Undav hatte mit einer Volleyabnahme die große Möglichkeit zum Anschluss, scheiterte aber erneut an Diogo Costa. Stuttgart investierte viel, kam aber gegen die kompakte Porto-Defensive zunehmend seltener sauber in die gefährlichen Räume.

Dann fiel die Szene, die dem Abend endgültig die Richtung gab. In der 72. Minute schien Angelo Stiller den Ball am eigenen Strafraumrand schon sauber gegen Froholdt gewonnen zu haben. Der Däne setzte jedoch nach, holte sich die Kugel zurück und jagte sie fast aus dem Stand in den linken oberen Winkel. Ein Treffer, der spielerisch nicht zwingend in der Luft lag, aber die ganze Effizienz dieses Porto-Abends auf den Punkt brachte.

Ampelkarte beendet die letzten Hoffnungen

Nur wenige Minuten später wurde die Stuttgarter Aufgabe endgültig aussichtslos. Nartey sah innerhalb kürzester Zeit zweimal Gelb und musste mit der Ampelkarte vom Platz. Spätestens da war klar, dass der VfB für eine Wende nicht nur Tore, sondern beinahe ein Fußballwunder gebraucht hätte.

Trotzdem stemmten sich die Gäste weiter gegen das Aus. Tiago Tomas kam noch zu einer Kopfballchance, nach einem Eckball wurde es im Fünfmeterraum noch einmal unübersichtlich. Doch Porto verteidigte den Vorsprung nun routiniert und ließ die Partie kontrolliert auslaufen.

Ein ordentliches Spiel – aber kein Happy End

Für den VfB bleibt ein Auftritt, der vom Einsatz und von der Spielanlage her keineswegs enttäuschend war. Über weite Strecken war Stuttgart präsent, mutig und in vielen Phasen sogar die aktivere Mannschaft. Entscheidend war aber, dass Porto vor dem Tor deutlich kälter blieb. Während Stuttgart an Diogo Costa verzweifelte, machten die Portugiesen aus ihren Schlüsselmomenten zwei Tore – und genau das gab den Ausschlag.

So endet die Europa-League-Reise der Schwaben im Achtelfinale. Porto steht nach dem 2:1 im Hinspiel und dem 2:0 im Rückspiel verdient in der Runde der letzten Acht, weil die Portugiesen in den entscheidenden Momenten präziser, abgeklärter und letztlich auch gnadenloser waren.

20.03.2026, 08:33 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de




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