Dresden – Fürth 2:0: Keller-Debüttor und Lemmer-Schuss bringen Dynamo den ersten Zu-null-Sieg
Die Ausgangslage war klar: Tabellenschlusslicht Dresden gegen den Vorletzten Fürth – mehr Abstiegskampf ging am frühen Nachmittag kaum. Und Dynamo machte von Beginn an deutlich, dass der Neustart nach der Winterpause nicht wieder in eine Serie aus Frust und verpassten Momenten münden sollte. Die Gastgeber suchten früh den Weg über die Flügel, erarbeiteten Ecken und Freistöße – und setzten damit genau dort an, wo solche Spiele oft entschieden werden.
Keller trifft bei Debüt – Dynamo belohnt die aktivere Anfangsphase
Fürth fand nur selten Entlastung, Dresden dagegen erhöhte Schritt für Schritt den Druck. Nach einer guten Phase mit Standards und einem ersten dicken Moment (als Keller nach einer verlängerten Hereingabe im Zentrum zum Abschluss kam), folgte in der 35. Minute die Führung: Rossipal servierte eine Ecke punktgenau, Thomas Keller stieg am Fünfmeterraum hoch und köpfte bei seinem ersten Pflichtspiel im Dynamo-Trikot zum 1:0 ein.
Fürth blieb in der Folge auffällig zahm. Ein paar Ansätze über ruhende Bälle und Flanken waren da, aber ein echter Zugriff auf das Dresdner Tor fehlte. Zur Pause wirkte das 1:0 fast wie ein Zwischenstand, der eher zu niedrig als zu hoch war.
Lemmer macht nach der Pause den Unterschied – Fürth-Keeper nicht frei von Schuld
Wer gehofft hatte, Fürth würde nach dem Seitenwechsel mit mehr Wucht zurückkommen, wurde schnell enttäuscht. Dresden blieb griffig – und schlug erneut zu. Im rechten Halbfeld eroberte Pauli den Ball, leitete weiter auf Jakob Lemmer, der aus der Distanz flach neben den linken Innenpfosten abschloss. Fürth-Keeper Schlieck kam nicht entscheidend dran – und Dynamo stand nach 49 Minuten plötzlich mit dem so wichtigen 2:0 da.
Spätestens jetzt war klar, welchen Kurs das Spiel nehmen würde: Dresden konnte tiefer verteidigen, den Gegner kommen lassen und auf Umschaltmomente warten – und Fürth musste Lösungen finden, die über lange Strecken nicht vorhanden waren.
Fürth bleibt zu harmlos – Pfosten rettet Dynamo spät
Dynamo verwaltete den Vorsprung nicht nur, sondern blieb immer wieder gefährlich. Amoako hatte sogar die Chance auf die Vorentscheidung, scheiterte aber aus kurzer Distanz. Fürth kam erst in der Schlussphase zu einer wirklich großen Gelegenheit: Sillah tauchte plötzlich vor dem Dresdner Tor auf, traf jedoch nur den Pfosten – und im Nachfassen war Schreiber zur Stelle.
Am Ende brachte Dresden das 2:0 konzentriert über die Zeit, hielt den Ball clever fern vom eigenen Strafraum und durfte sich über den ersten Zu-null-Sieg der Saison freuen. Fürth hingegen steht nach einem Auftritt ohne Durchschlagskraft nun wieder dort, wo man im Winter unbedingt weg wollte: ganz unten im Tabellenkeller.
17.01.2026, 15:07 – Redaktion Sport-Finden.de