Fußball Sport 🔍 Suche
Startseite
× Startseite Alle Fußball-News 1. Bundesliga 2. Bundesliga 3. Liga DFB-Pokal International Champions League Europa League Nationalmannschaft Vereinsnews Wechselgerüchte Verletzungspech Frauenfußball Alle Sportnews eSports Tabelle 1. Bundesliga Tabelle 2. Bundesliga Tabelle 3. Liga 1. Bundesliga Ergebnisse Fußballspieler Vereine Kader Wappen Der Flutlichtbarde
Sportportal Fußball News, Tabellen und Ergebnisse

Senegal krönt sich in Rabat zum Afrikameister – ein Finale für die Geschichtsbücher

Senegal gewinnt Afrika-Cup 2026 im Finale gegen Marokko

Dieses Endspiel hatte alles, was ein großes Fußball-Drama braucht – und noch einiges mehr. Senegal hat den Afrika-Cup 2026 gewonnen und sich im Finale gegen Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung durchgesetzt. Was sich im Nationalstadion von Rabat abspielte, wird lange in Erinnerung bleiben.

Außenseiterrolle, Pfiffe und personelle Rückschläge

Die Vorzeichen waren klar gegen den Titelverteidiger von 2022. Senegal musste nicht nur gegen eine frenetische marokkanische Kulisse anspielen, sondern auch mehrere personelle Ausfälle verkraften. Schon beim Aufwärmen fiel ein weiterer Spieler verletzt aus, sodass der Trainer improvisieren musste. Marokko hingegen konnte nahezu in Bestbesetzung antreten.

Trotzdem zeigte Senegal von Beginn an Mut. Die Westafrikaner hielten den Ball lange in den eigenen Reihen und suchten früh den Weg nach vorne. Bereits in der Anfangsphase bot sich die erste große Gelegenheit, doch Marokkos Torhüter verhinderte mit einer starken Reaktion den frühen Rückstand.

Geduldsspiel mit Chancen auf beiden Seiten

Marokko setzte weniger auf Ballbesitz, dafür auf Tempo über die Flügel und physische Präsenz im Zentrum. Die Gastgeber lauerten auf Fehler, während Senegal versuchte, Struktur und Ruhe zu bewahren. Kurz vor der Pause hatte Senegal die Führung auf dem Fuß, scheiterte jedoch erneut am glänzend reagierenden Keeper.

Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel phasenweise zugunsten Marokkos. Mehr Druck, mehr Zweikämpfe, mehr Präsenz im letzten Drittel – doch auch hier fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Eine längere Verletzungsunterbrechung nahm dem Spiel kurzzeitig den Rhythmus, bevor es in ein hochdramatisches Finale mündete.

Nachspielzeit eskaliert – Proteste und Spielunterbrechung

Die reguläre Spielzeit endete nicht einfach – sie explodierte. Erst wurde ein senegalesisches Tor nach einer Standardsituation wegen eines frühzeitigen Pfiffs aberkannt. Sekunden später überprüfte der Videoassistent eine Szene im Strafraum Senegals – Elfmeter für Marokko.

Die Entscheidungen lösten wütende Proteste aus. Spieler diskutierten, Trainer mischten sich ein, und schließlich verließen mehrere senegalesische Akteure aus Protest kurzzeitig den Platz. Erst nach minutenlangen Gesprächen kehrten sie zurück – ein beispielloser Moment in einem Endspiel.

Panenka-Drama und Erlösung in der Verlängerung

Der Elfmeter hätte das Turnier entscheiden können. Marokkos Schütze entschied sich für einen Lupfer in die Mitte – doch der Torhüter blieb stehen und fing den Ball sicher ab. Ungläubigkeit im Stadion, Erleichterung auf senegalesischer Seite.

In der Verlängerung zeigte Senegal dann jene Abgeklärtheit, die große Mannschaften auszeichnet. Nach einem kraftvollen Solo aus dem Mittelfeld folgte ein wuchtiger Distanzschuss, der von der Latte ins Tor sprang – das entscheidende 1:0.

Marokko rennt an, Senegal verteidigt den Traum

Die Gastgeber warfen in der verbleibenden Zeit alles nach vorne. Abschlüsse aus der Distanz, Kopfballchancen, hektische Szenen im Strafraum – doch Senegal verteidigte mit Leidenschaft und einem Quäntchen Glück.

Als der Schlusspfiff ertönte, herrschte in Rabat erst Stille, dann Jubel – allerdings nur auf einer Seite. Senegal ist zum zweiten Mal Afrikameister und bestätigt seine Stellung als eine der stabilsten Mannschaften des Kontinents.

Ein Titel der Widerstandsfähigkeit

Dieser Triumph war kein Schönheitswettbewerb, sondern das Ergebnis von Mentalität, Nervenstärke und Widerstandskraft. Senegal trotzte Ausfällen, Pfiffen, Entscheidungen und Chaos – und krönte sich am Ende verdient zum Champion.

19.01.2026, 10:25 Redaktion Sport-Finden.de




Impressum - Datenschutz - Redaktion