Dortmund gegen St. Pauli: Kovac rotiert – Favorit mit Personalsorgen
Nach dem Jahreswechsel will Borussia Dortmund im heimischen Stadion schnell wieder Rhythmus aufnehmen. Gegen Aufsteiger FC St. Pauli spricht vieles für den BVB – doch die Personallage sorgt für Unsicherheit. Mit Sabitzer, Bensebaini und Anselmino fehlen gleich mehrere Optionen, zudem drohen Ryerson und Yan Couto bei einer weiteren Gelben Karte Sperren.
Kovac tendiert zu Dreierkette
Niko Kovac deutet für das Duell gegen den Außenseiter eine taktische Anpassung an. Gut möglich, dass Dortmund im 3-5-2 beginnt, um im Zentrum mehr Kontrolle zu gewinnen und gleichzeitig über Ryerson und Svensson Breite zu erzeugen. Im Angriff dürfte Guirassy gesetzt sein, während auch Adeyemi als Alternative für mehr Tiefgang infrage kommt.
Auffällig: Auf der Bank sitzen mit Süle, Adeyemi, Beier und Duranville mehrere Spieler, die das Spieltempo jederzeit verändern können. Gerade bei einem zähen Verlauf könnte diese Tiefe ein entscheidender Vorteil werden.
St. Pauli reist mit klarer Rollenverteilung an
Beim FC St. Pauli ist die Marschroute klar. Trainer Alexander Blessin setzt trotz mehrerer Ausfälle auf Stabilität und klare Aufgabenverteilung. Smith dürfte erneut als Irvine-Ersatz im Mittelfeld beginnen, während Wahl die Abwehr organisieren soll. Im Angriff ruhen die Hoffnungen auf Jones und Pereira Lage, die bei Umschaltmomenten für Entlastung sorgen sollen.
Dass St. Pauli aus einer kompakten Fünferkette heraus agiert und auf Geduld setzt, ist wahrscheinlich. Ziel dürfte es sein, Dortmund den Rhythmus zu nehmen und das Spiel möglichst lange offen zu halten.
Geduld gefragt beim Favoriten
Für Dortmund wird entscheidend sein, wie schnell es gelingt, Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Ein früher Treffer würde vieles erleichtern. Bleibt das Spiel jedoch lange torlos, könnte sich die Partie zu einer Geduldsprobe entwickeln – genau das Szenario, auf das St. Pauli spekuliert.
Fazit: Die Favoritenrolle liegt klar beim BVB, doch die Personalsituation und die mögliche Systemumstellung machen das Duell komplexer als erwartet. St. Pauli reist ohne Druck an – und genau darin liegt die Gefahr.
17.01.2026, 10:15 – Redaktion Sport-Finden.de