Mit Umwegen, aber viel Lust auf mehr: DHB-Team startet EM-Vorbereitung
Der Startschuss für die EM-Vorbereitung fiel am Sonntagnachmittag in Hannover – allerdings nicht ganz nach Plan. Aufgrund winterlicher Witterung erreichten zunächst nur Teile des 18-köpfigen Kaders das Teamhotel. Bundestrainer Alfred Gislason nahm es gelassen, schließlich war bis zum ersten Training am Abend mit der vollständigen Ankunft aller Spieler zu rechnen.
Nationalmannschaftsmanager Benjamin Chatton sprach von kleineren Verzögerungen, die eher für Heiterkeit als für Unruhe sorgten. Einige Spieler mussten bei der Anreise improvisieren, was intern bereits für die ersten Neckereien sorgte. Entscheidend sei ohnehin nur, dass alle rechtzeitig für die erste Einheit auf dem Feld stünden.
Improvisation gehört dazu
Wie flexibel die Profis unterwegs sein mussten, zeigte das Beispiel von Julian Köster. Der Rückraumspieler wurde auf seiner Zugfahrt ausgebremst und wechselte kurzerhand in den Nahverkehr. Zwar dauerte die Anreise länger als geplant, die Vorfreude ließ sich Köster davon aber nicht nehmen. Sein persönliches Stimmungsbarometer schlug dennoch voll aus.
Am Nachmittag stand zunächst eine Teamsitzung auf dem Programm, ehe es in der verschneiten Landeshauptstadt zur ersten lockeren Trainingseinheit ging. Der Fokus lag dabei klar auf einem sanften Einstieg – mit Ball, aber ohne maximale Intensität.
Kompakter Fahrplan bis zum Härtetest
Viel Zeit bleibt Gislason und seinem Team nicht. Nur vier Trainingseinheiten stehen an, bevor es im ersten Vorbereitungsspiel gegen Kroatien ernst wird. Der Vizeweltmeister wartet am Donnerstag in Zagreb, drei Tage später folgt die Generalprobe in Hannover.
Die Wahl des Gegners ist bewusst anspruchsvoll. Das deutsche Team soll früh auf Top-Niveau gefordert werden, denn bei der Europameisterschaft sind Ausrutscher kaum verzeihlich. Genau diese Ernsthaftigkeit prägt den gesamten Vorbereitungsplan.
Schwere Vorrunde wartet in Dänemark
Bei der EM wird Deutschland alle Vorrundenspiele im dänischen Herning absolvieren. In Gruppe A trifft das DHB-Team auf Österreich, Serbien und Spanien – eine Konstellation, die von Beginn an höchste Konzentration verlangt.
Der holprige Auftakt bei der Anreise dürfte damit schnell in Vergessenheit geraten. Was zählt, ist der Fokus auf das Wesentliche – und der ist im deutschen Team von Anfang an klar spürbar.
04.01.2026, 13:37 Uhr · Redaktion Sport-Finden.de