Undav dreht das Spiel: Deutschland besiegt die Elfenbeinküste spät mit 2:1
Vor über 50.000 Zuschauern in Toronto begann Deutschland engagiert und kam bereits in der Anfangsphase zu ersten Möglichkeiten. Kai Havertz zwang Torhüter Yahia Fofana mit einem platzierten Kopfball zu einer starken Parade, während Jamal Musiala und Florian Wirtz immer wieder gefährliche Akzente setzten. Doch die Elfenbeinküste verteidigte kompakt und lauerte auf Umschaltmomente. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Die Ivorer schlagen eiskalt zu
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase nutzte die Elfenbeinküste ihre erste große Chance konsequent aus. Leipzig-Profi Yan Diomande setzte sich auf der linken Seite stark gegen Joshua Kimmich durch und spielte scharf in die Mitte. Der erste Abschluss von Amad wurde noch von Nathaniel Brown geblockt, doch Franck Kessié reagierte blitzschnell und schob den Abpraller zum 1:0 ins deutsche Tor.
Deutschland wirkte danach kurz verunsichert und hatte Glück, dass weitere Konter der Afrikaner nicht erfolgreich abgeschlossen wurden. Kurz vor der Pause gelang Florian Wirtz zwar die Vorbereitung zu einem Treffer von Kai Havertz, doch wegen eines Fouls im Vorfeld wurde der Treffer nicht anerkannt. So ging die DFB-Elf mit einem Rückstand in die Kabine. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Nagelsmann reagiert mit Jokern
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Deutschland den Druck, fand gegen die robuste Defensive der Ivorer aber zunächst keine Lösungen. Bundestrainer Julian Nagelsmann reagierte nach einer Stunde und brachte mit Deniz Undav, Jamie Leweling und Nadiem Amiri gleich drei frische Kräfte.
Diese Wechsel sollten das Spiel entscheidend verändern. Leweling sorgte sofort für mehr Tempo auf dem Flügel, während Amiri und Undav deutlich mehr Präsenz im letzten Drittel entwickelten. Die Elfenbeinküste wurde zunehmend in die eigene Hälfte gedrängt. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Undav sorgt für die Wende
In der 68. Minute fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Undav leitete den Angriff selbst ein, spielte auf Amiri und sprintete anschließend in den Strafraum. Die präzise Flanke des Mainzers verwertete der Stuttgarter per Volley aus kurzer Distanz zum 1:1.
Deutschland blieb danach am Drücker. Die eingewechselten Spieler brachten frischen Schwung, während die Elfenbeinküste zunehmend müde wirkte. Dennoch dauerte es bis tief in die Nachspielzeit, ehe die Entscheidung fiel.
Der Joker sticht erneut
Als sich viele Zuschauer bereits mit einem Unentschieden abgefunden hatten, schlug Deniz Undav erneut zu. Felix Nmecha spielte einen perfekten Steilpass hinter die Abwehrkette. Undav stand nicht im Abseits, nahm den Ball sauber mit und schoss ihn aus halblinker Position unhaltbar ins Netz.
Der Treffer in der 94. Minute sorgte für grenzenlosen Jubel auf den Rängen und bei der deutschen Mannschaft. Die Elfenbeinküste fand keine Antwort mehr und musste sich trotz einer starken Vorstellung geschlagen geben. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Deutschland steht vorzeitig in der K.-o.-Runde
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel hat Deutschland das Ticket für die K.-o.-Phase bereits sicher. Besonders beeindruckend war dabei die Moral der Mannschaft, die sich von einem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen ließ.
Für Deniz Undav wird dieser Abend unvergesslich bleiben. Der Angreifer steht nach zwei Joker-Einsätzen bereits bei drei Turniertreffern und entwickelt sich immer mehr zur Geheimwaffe der deutschen Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft.
Tore
0:1 Franck Kessié (30.)
1:1 Deniz Undav (68.)
2:1 Deniz Undav (90.+4)
21.06.2026, 08:29 Uhr, Redaktion Sport-Finden.de