Adeyemi muss nach Wutausbruch zahlen: BVB zieht Konsequenzen
Als Karim Adeyemi am Sonntagmorgen im Dauerregen von Marbella den Trainingsplatz betrat, war die Aussprache mit den Dortmunder Verantwortlichen bereits abgehakt. Nach Informationen, die rund um den BVB die Runde machen, ist die Sanktion nach seinem Ausraster im letzten Spiel vor der Winterpause nun offiziell ausgesprochen: Eine hohe Geldstrafe – die genaue Summe bleibt intern, kolportierte Beträge werden jedoch nicht bestätigt.
Auslöser war Adeyemis Auftritt beim 2:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Der Nationalspieler geriet auf dem Platz mehrfach aneinander, die Situation wurde zunehmend hitzig – auch gegenüber Schiedsrichter Sven Jablonski. Trainer Niko Kovac reagierte konsequent und nahm Adeyemi vom Feld. Dass der Angreifer frustriert sofort in der Kabine verschwindet, wurde damals nur mit viel Überzeugungsarbeit verhindert.
Klare Botschaft aus der Führungsetage
Schon direkt nach dem Spiel war die Richtung eindeutig: Sportdirektor Sebastian Kehl fand deutliche Worte und machte klar, dass das Verhalten Konsequenzen haben wird. Diese Konsequenzen sind nun vollzogen. Der BVB setzt damit ein Signal – nicht als öffentliche Demütigung, sondern als klare Leitplanke: Emotionen ja, Kontrollverlust nein.
Kovac hatte zu Beginn der Wintervorbereitung außerdem ein klärendes Gespräch angekündigt. Sein Tenor: Adeyemi sei grundsätzlich ein guter Typ – aber einer, der seinen Fehler erkennen und künftig abstellen müsse. Genau darauf kommt es jetzt an: weniger Nebenschauplätze, mehr Fokus.
Dortmund braucht den Adeyemi in Bestform
Sportlich ist die Lage beim BVB klar: Ein Adeyemi in Topform kann Spiele entscheiden, gerade mit seiner Geschwindigkeit und seinen Tiefenläufen. In der Hinrunde blitzte das zwar immer wieder auf, aber nicht konstant genug: Sechs Tore und drei Vorlagen in 22 Pflichtspielen sind solide, lassen aber noch Luft nach oben – zumal Dortmund in der Offensive auf Tempo und Direktheit angewiesen ist.
Für Adeyemi steht außerdem mehr auf dem Spiel als nur ein guter Rückrundenstart. Er will sich für den WM-Kader von Bundestrainer Julian Nagelsmann empfehlen. Dazu braucht er Wochen, in denen es ausschließlich um Fußball geht – nicht um Schlagzeilen neben dem Platz.
Vertrag bis 2027 – Sommer wird zum Thema, wenn’s sportlich nicht passt
Ein weiterer Punkt schwingt im Hintergrund mit: Adeyemis Vertrag läuft bis Juni 2027. Entweder es kommt perspektivisch zur Verlängerung – oder Dortmund müsste sich im Sommer ernsthaft mit einem Verkauf beschäftigen, damit der Spieler nicht ein Jahr später ablösefrei geht. Klar ist: Die entscheidenden Argumente liefert Adeyemi nicht im Gesprächsraum, sondern auf dem Rasen.
Fazit: Die Geldstrafe ist ein Schlussstrich unter den Ausraster – und gleichzeitig ein Startsignal. Wenn Adeyemi jetzt Ruhe reinbringt und Leistung nachschiebt, redet in ein paar Wochen niemand mehr über den Wutausbruch, sondern über seine Sprints, Tore und Vorlagen.
04.01.2026, 13:00 Uhr · Redaktion Sport-Finden.de