Werder gegen Bayern: Außenseiter mit Ideen – Favorit mit Rotation
Voraussichtliche Aufstellung Werder Bremen
Backhaus – Malatini, Friedl, Coulibaly – Sugawara, Lynen, Agu – Schmid, Stage – Njinmah, Mbangula
Werder muss auf mehrere Spieler verzichten, unter anderem auf Weiser (Kreuzbandriss) sowie Bittencourt und Stark, zudem fehlen Boniface und weitere angeschlagene Akteure. Dadurch wird die Personaldecke dünner, gleichzeitig öffnet es die Tür für Anpassungen: Taktische Änderungen vom 3-5-2 sind möglich – ein 4-2-3-1 wäre ebenfalls denkbar. Auch die Besetzung der linken Seite ist ein Thema, Agu könnte dort den Vorzug vor Deman bekommen.
Sperren drohen: Grüll, Schmid und Stage stehen bei vier Gelben Karten – das ist nicht nur Statistik, sondern kann im Zweikampfverhalten eine Rolle spielen, wenn Bayern den Druck erhöht.
Voraussichtliche Aufstellung FC Bayern München
Neuer – Stanisic, Upamecano, M.-J. Kim, H. Ito – Kimmich, Bischof – Karl, Gnabry, Luis Diaz – Kane
Beim FC Bayern ist nach dem Pokal-Viertelfinale Rotation zu erwarten. Bischof könnte im Zentrum wieder eine Chance bekommen, während Olise gesperrt fehlt (fünfte Gelbe). Die Bank bleibt dennoch ein Statement: Musiala, Laimer, Goretzka, Pavlovic oder Davies – Bayern kann auch im Spielverlauf mit Wechseln massiv nachlegen.
Sperren drohen: Kimmich, Goretzka und Tah stehen bei vier Gelben Karten.
Worauf es ankommt: Werders Mut gegen Bayerns Kontrolle
Für Bremen ist die zentrale Frage schnell gestellt: Wie kommt man überhaupt in Entlastung? Njinmah und Mbangula deuten an, dass Werder über Tempo nach Ballgewinnen kommen will. Dafür muss aber die erste Pressinglinie funktionieren – und Lynen/Stage müssen die zweiten Bälle einsammeln, sonst wird es ein Dauerdruck-Spiel Richtung Backhaus.
Bayern wiederum wird versuchen, Werder zu locken und dann die Räume hinter der ersten Linie zu bespielen. Ohne Olise fehlt etwas 1-gegen-1-Explosivität auf dem Flügel, dafür könnten Gnabry und Luis Diaz mehr ins Dribbling gehen – und Kane bleibt der Fixpunkt, der aus halben Chancen echte Tore macht. Gerade bei Hereingaben und Ablagen im Strafraum muss Werder maximal sauber verteidigen.
Knackpunkt: Standards und die erste Viertelstunde
Wenn Werder im Spiel bleiben will, darf es keine frühen Geschenke geben – weder im Aufbau noch bei Standards. Bayern ist in Phasen, in denen der Gegner wackelt, besonders brutal. Umgekehrt gilt: Übersteht Bremen die Anfangsphase und kann das Spiel „verlangsamen“, werden einzelne Umschaltszenen plötzlich wertvoll. Dann reicht manchmal ein sauberer Laufweg, um den Favoriten kurz ins Grübeln zu bringen.
14.02.2026, 07:29 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de