Leverkusen gegen St. Pauli: Viel Qualität gegen viel Widerstand
Voraussichtliche Aufstellung Leverkusen
Blaswich – Quansah, Andrich, Tapsoba – Vazquez, Palacios, Aleix Garcia, Grimaldo – M. Tillman, Terrier – Kofane
Leverkusen muss weiter auf Ben Seghir, Flekken und Tella verzichten. Positiv: Maza ist nach Knieverletzung wieder im Training und steht vor dem Comeback – die Frage ist eher, ob es sofort für relevante Minuten reicht oder zunächst ein vorsichtiger Aufbau folgt.
Spannend wird die Offensive: Kofane könnte wieder von Beginn an ran, während Poku trotz Formdelle eine Option bleibt, wenn Leverkusen mehr Tiefe und Tempo gegen einen kompakten Block braucht. Gleichzeitig ist klar: Mit Schick und Hofmann sitzen auf der Bank Alternativen, die ein Spiel auch spät noch drehen können.
Sperren drohen: Grimaldo steht bei vier Gelben Karten – ein unnötiger Karton wäre ein echtes Thema, gerade mit Blick auf die nächsten Wochen.
Voraussichtliche Aufstellung St. Pauli
Vasilj – Dzwigala, Ando, Mets – Saliakas, Sands, Irvine, Pyrka – Sinani, Rasmussen – Kaars
Beim FC St. Pauli ist die Personallage deutlich angespannter. Mehrere Spieler fallen aus oder sind noch keine realistische Startelf-Option. Für Wahl und Smith kommt das Spiel wohl zu früh, auch Pereira Lage und Fujita sind nach muskulären Problemen eher Kandidaten für Teil-Einsätze.
Sperren drohen: Sands steht ebenfalls bei vier Gelben Karten – gerade im Zentrum wäre ein Ausfall in den kommenden Wochen für St. Pauli bitter.
Worauf es sportlich ankommt
Leverkusen wird versuchen, das Spiel früh in seine Richtung zu ziehen: Ballzirkulation, Positionswechsel in den Halbräumen und Druck über die Flügel. Mit Grimaldo und Vazquez kommen zwei Schienenspieler ins Spiel, die nicht nur Flanken liefern, sondern auch selbst Abschlussgefahr erzeugen können.
St. Pauli dürfte dagegen vor allem zwei Dinge brauchen: Ordnung und Mut in den Umschaltmomenten. Wenn Kaars und die zweite Welle (über Sinani/Rasmussen) nach Ballgewinnen schnell in die Tiefe kommen, kann das Leverkusen zumindest beschäftigen. Entscheidend wird sein, ob Pauli die ersten 20 bis 30 Minuten ohne größere Schadensfälle übersteht – denn je länger es 0:0 steht, desto mehr wächst das Spiel in Richtung „Geduldsprobe“.
Knackpunkt: Tempo nach der Pause
Ein Faktor, der für Leverkusen spricht, ist die Bank. Während St. Pauli aufgrund der Ausfälle weniger Variabilität hat, kann die Werkself über Wechsel die Statik deutlich verändern – entweder mit mehr Zielstrebigkeit im Strafraum oder mit zusätzlichen Tempoläufen, wenn sich Räume öffnen.
Unterm Strich gilt: Leverkusen hat die Werkzeuge für einen kontrollierten Heimsieg, St. Pauli die Anlagen, das Spiel unangenehm zu machen. Ob es ein klarer Favoritensieg wird oder ein zähes Ringen, entscheidet sich daran, wie schnell die Werkself zu echten Abschlüssen kommt – und wie lange Pauli seine Kompaktheit hält.
14.02.2026, 07:24 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de