Frankfurt gegen Gladbach: Wer löst seine Baustellen schneller?
Voraussichtliche Aufstellung Eintracht Frankfurt
Kaua Santos – Kristensen, R. Koch, Amenda, Brown – Skhiri – Doan, M. Götze, Larsson, Chaibi – Kalimuendo
Bei Frankfurt wird sich die Statik voraussichtlich im Zentrum verändern: Der gelb-rot-gesperrte O. Höjlund fehlt, Skhiri gilt als naheliegender Kandidat für die Startelf. Zusätzlich trifft es die Eintracht an mehreren Stellen: Batshuayi, Baum, Burkardt, Ebnoutalib, Theate und Uzun fehlen ebenfalls. Gerade Theate schmerzt, weil er sich die Knieverletzung im Training zugezogen hat – das wirkt direkt auf die Balance der Abwehr.
Sperren drohen: Kristensen steht bei vier Gelben Karten.
Voraussichtliche Aufstellung Borussia Mönchengladbach
Nicolas – Sander, Elvedi, Chiarodia – Engelhardt – Castrop, Ullrich – Reitz, Stöger – Honorat, Tabakovic
Auch Gladbach muss umbauen: Diks ist gesperrt (fünfte Gelbe), dazu fallen unter anderem Hack, Kleindienst und Reyna aus, Ngoumou ist noch im Aufbau. In der Dreierkette gibt es deshalb eine klare Personalfrage: Chiarodia ist ein Kandidat, Takai ebenfalls. Im Vergleich der Optionen dürfte Castrop erneut den Vorzug vor Scally erhalten – Stöger bleibt wahrscheinlich als Taktgeber gesetzt.
Sperren drohen: Reitz steht ebenfalls bei vier Gelben Karten.
Worauf es ankommt: Frankfurts Struktur gegen Gladbachs Umschaltmomente
Frankfurt wird versuchen, über Doan, Götze und Larsson zwischen den Linien saubere Verbindungen herzustellen. Kalimuendo ist dabei der Spieler, der aus guten Staffelungen Tore machen soll – entweder mit Tiefenläufen oder mit dem ersten Kontakt im Strafraum. Das Problem: Durch die Ausfälle fehlt Frankfurt an mehreren Positionen die Selbstverständlichkeit, gerade im Defensivverbund. Wenn die Abstimmung nicht sitzt, öffnet das Türchen für Gladbachs schnelle Phasen.
Und genau dort liegt Borussias Chance: Honorat bringt Tempo und Direktheit, Tabakovic ist als Zielspieler dafür da, Bälle festzumachen und die nachrückenden Zehner (Reitz/Stöger) ins Spiel zu ziehen. Gladbach wird nicht 90 Minuten durchpressen, sondern eher auf Momente warten – und dann konsequent in die Tiefe spielen.
Knackpunkt: Wer gewinnt die zweite Halbzeit?
Gerade weil beide Teams nicht mit der vollen Kapelle antreten, könnten Details entscheiden: Standards, zweite Bälle, ein sauberer erster Kontakt nach Ballgewinn. Frankfurt hat zu Hause die Spielkontrolle als natürlicheren Weg, Gladbach die Konterlogik. Wer sein Muster zuerst durchdrückt, zwingt den Gegner in Anpassungen – und da sind die Wechseloptionen heute ein unterschätzter Faktor.
14.02.2026, 07:25 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de