Belgien gegen Neuseeland 5:1: Trossard führt Rote Teufel zum Gruppensieg
Belgien hatte vor diesem letzten Gruppenspiel einiges gutzumachen. Nach zwei Remis war der Druck da, doch gegen Neuseeland spielte die Mannschaft von Beginn an mit einer anderen Entschlossenheit. Die Roten Teufel drückten den Gegner tief in die eigene Hälfte und kamen schon früh zu mehreren guten Möglichkeiten.
Trossard ist sofort der auffälligste Mann
Leandro Trossard war in Vancouver kaum zu greifen. Der Offensivspieler bewegte sich zwischen den Linien, wich auf die Flügel aus und tauchte immer wieder gefährlich im Strafraum auf. Bereits in der Anfangsphase traf er den Innenpfosten, ehe Neuseeland den Ball gerade noch vor der Linie klären konnte.
In der 28. Minute war es dann so weit. Nach einer Ecke von Kevin De Bruyne sprang der Ball im Fünfmeterraum unglücklich vor die Füße von Trossard. Der Belgier reagierte am schnellsten und brachte seine Mannschaft aus kurzer Distanz verdient in Führung.
Belgien lässt zur Pause einiges liegen
Das 1:0 war zur Halbzeit eher schmeichelhaft für Neuseeland. Jeremy Doku sorgte mit seinen Dribblings für ständige Unruhe, Charles De Ketelaere kam ebenfalls zu Abschlüssen, und De Bruyne fand immer wieder Räume im Zentrum. Doch Belgien machte aus seiner Überlegenheit zunächst zu wenig.
Neuseeland blieb zwar bemüht, konnte offensiv aber kaum Nadelstiche setzen. Wenn die All Whites einmal in Richtung belgischer Strafraum kamen, war Thibaut Courtois aufmerksam zur Stelle.
Trossard legt nach, De Bruyne entscheidet
Nach dem Seitenwechsel nahm Belgien den Faden schnell wieder auf. In der 50. Minute schnürte Trossard seinen Doppelpack. Nach Vorarbeit von De Bruyne blieb der erste Versuch noch hängen, doch im zweiten Anlauf jagte der Arsenal-Profi den Ball zum 2:0 ins Netz.
Neuseeland kam kurz darauf durch Elijah Just zu einer ersten guten Gelegenheit, doch Courtois parierte sicher. Belgien antwortete mit Tempo und Spielfreude. In der 67. Minute traf De Bruyne selbst: Nach einem abgefälschten Ball nahm der Kapitän Maß und schoss präzise zum 3:0 ins lange Eck.
Just verkürzt, doch Belgiens Joker stechen sofort
Der Ehrentreffer für Neuseeland fiel in der 84. Minute. Nach einer Ecke faustete Courtois den Ball aus dem Strafraum, genau vor die Füße von Just. Der nahm den Ball per Dropkick und traf sehenswert zum 1:3.
Doch echte Spannung kam nicht mehr auf. Nur kurze Zeit später köpfte der eingewechselte Romelu Lukaku nach Flanke von Nicolas Raskin zum 4:1 ein. In der Nachspielzeit setzte Alexis Saelemaekers nach Vorlage von Lukaku sogar noch den Schlusspunkt zum 5:1.
Belgien springt noch auf Platz eins
Weil Ägypten und Iran im Parallelspiel 1:1 spielten, reichte Belgien der klare Sieg sogar zum Gruppensieg. Damit geht die Mannschaft mit neuem Selbstvertrauen in die K.-o.-Runde und trifft im Sechzehntelfinale auf einen der besten Gruppendritten.
Für Neuseeland ist die Weltmeisterschaft dagegen beendet. Die All Whites wehrten sich nach Kräften, waren gegen die belgische Qualität an diesem Abend aber deutlich unterlegen.
27.06.2026, 08:05 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de