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Belgien gegen Iran 0:0 – Rote Karte bremst die Roten Teufel aus

Belgien steckt bei der WM 2026 weiter in Schwierigkeiten. Gegen den Iran kamen die Roten Teufel trotz großer Feldüberlegenheit nicht über ein 0:0 hinaus. Nach dem Platzverweis gegen Nathan Ngoy musste der Favorit die Schlussphase sogar in Unterzahl überstehen.

Belgien und Iran trennen sich bei der WM 2026 torlos

Für Belgien war es ein Abend voller Frust. Die Mannschaft dominierte große Teile der Partie, hatte deutlich mehr Ballbesitz und kam zu mehreren guten Chancen. Doch entweder fehlte die Präzision im Abschluss oder Irans Torhüter Alireza Beiranvand stand im Mittelpunkt. So mussten sich die Roten Teufel am Ende mit einem weiteren Remis zufriedengeben.

Belgien drückt, Iran verteidigt leidenschaftlich

Von Beginn an spielte sich die Partie überwiegend in der iranischen Hälfte ab. Kevin De Bruyne lenkte das Spiel, Leandro Trossard und Romelu Lukaku suchten immer wieder den Weg Richtung Strafraum. Doch Iran verteidigte diszipliniert und ließ nur wenige klare Abschlüsse zu.

Wenn Belgien doch einmal durchkam, war Beiranvand zur Stelle. Bereits in der Anfangsphase entschärfte der Schlussmann mehrere gefährliche Situationen und verhinderte früh einen Rückstand seiner Mannschaft.

Iran jubelt kurz – VAR greift ein

Trotz der belgischen Überlegenheit hatte auch der Außenseiter seine Momente. Besonders gefährlich wurde es nach einer Standardsituation in der 25. Minute. Mehdi Taremi schob den Ball nach einem clever ausgespielten Freistoß ins Netz und sorgte für großen Jubel im iranischen Lager.

Doch der Videoassistent überprüfte die Szene und erkannte eine knappe Abseitsstellung. Der Treffer wurde zurückgenommen, Belgien kam mit einem Schrecken davon.

Beiranvand hält Iran im Spiel

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Belgien den Druck noch einmal. De Bruyne, Trossard und de Cuyper erspielten sich mehrere gute Möglichkeiten. Die größte Chance vergab de Cuyper in der 59. Minute, als er aus kurzer Distanz scheinbar nur noch einschieben musste.

Doch Beiranvand reagierte sensationell und verhinderte mit einer Reflexparade den sicheren Rückstand. Es war die vielleicht spektakulärste Aktion eines Torhüters an diesem WM-Spieltag.

Ngoys Platzverweis verändert die Partie

Der Wendepunkt folgte in der 67. Minute. Nathan Ngoy leistete sich einen folgenschweren Fehler im Spielaufbau. Sein missglückter Rückpass brachte Mehdi Taremi in eine aussichtsreiche Position. Als der iranische Angreifer durchbrechen wollte, brachte ihn Ngoy zu Fall.

Schiedsrichter Dario Herrera wertete die Situation als Notbremse und zeigte sofort die Rote Karte. Nach kurzer Überprüfung bestätigte auch der VAR die Entscheidung.

Plötzlich kippte die Partie. Iran gewann Selbstvertrauen und spielte mutiger nach vorne, während Belgien vorsichtiger agierte und zunehmend darauf bedacht war, zumindest den einen Punkt mitzunehmen.

Courtois rettet Belgien den Punkt

In der Schlussphase bekam Iran tatsächlich die besseren Möglichkeiten. Saeid Ezatolahi prüfte Thibaut Courtois mit einem gefährlichen Distanzschuss, doch der belgische Keeper reagierte aufmerksam. Insgesamt war Courtois neben Beiranvand einer der auffälligsten Spieler auf dem Platz.

Belgien versuchte zwar bis zum Ende, doch die letzte Konsequenz fehlte. Ein Distanzschuss von Dodi Lukebakio strich in der Nachspielzeit nur knapp am Winkel vorbei und markierte den letzten Aufreger einer torlosen Begegnung.

Beide Teams unter Druck

Das 0:0 hilft keinem der beiden Teams entscheidend weiter. Belgien wartet nach zwei Spieltagen weiterhin auf den ersten WM-Sieg und steht vor dem letzten Gruppenspiel gegen Neuseeland unter Druck.

Iran darf sich dagegen über einen weiteren Punktgewinn freuen. Die Mannschaft bleibt im Rennen um das Weiterkommen und hat gegen Ägypten weiterhin alle Chancen auf den Einzug in die K.-o.-Runde.

22.06.2026, 10:09 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de




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