Bayer Leverkusen vor Trainer-Coup mit Andoni Iraola
Bayer Leverkusen arbeitet an einer prominenten Lösung für die Trainerbank. Nach dem bevorstehenden Aus von Kasper Hjulmand soll Andoni Iraola die Mannschaft übernehmen. Der 43 Jahre alte Spanier steht derzeit noch beim AFC Bournemouth unter Vertrag, hatte sich aber bereits im Frühjahr gegen eine Verlängerung in England entschieden.
Die Gespräche zwischen Leverkusen und Iraola sollen sich in der finalen Phase befinden. Eine offizielle Bestätigung steht zwar noch aus, doch der Werksklub scheint im Rennen um den Basken sehr weit gekommen zu sein. Auch AC Mailand und Crystal Palace sollen sich mit dem Trainer beschäftigt haben.
Iraola machte Bournemouth deutlich stärker
Iraola hat sich in Bournemouth einen Namen gemacht, weil er den Klub spielerisch und tabellarisch auf ein neues Niveau führte. Unter seiner Leitung stellte der Verein mehrfach neue Bestmarken auf und entwickelte sich zu einem der unangenehmsten Gegner der Premier League. Besonders auffällig war die Mischung aus aggressivem Pressing, schnellem Umschalten und mutigem Spiel gegen den Ball.
Genau dieses Profil dürfte Leverkusen reizen. Bayer sucht nach einem Trainer, der nicht nur verwaltet, sondern wieder eine klare Idee auf den Platz bringt. Nach Platz sechs in der vergangenen Bundesliga-Saison und einer schwächeren Rückrunde soll der nächste Schritt wieder deutlich nach oben führen.
Ein Trainer aus der Schule von Alonso und Arteta
Iraola stammt wie Xabi Alonso und Mikel Arteta aus dem Umfeld von Antiguoko in San Sebastián. Diese fußballerische Prägung passt zur Leverkusener Vorstellung eines Trainers, der taktisch anspruchsvoll arbeitet, Spieler entwickeln kann und trotzdem intensiven Fußball spielen lässt.
Vor seiner Zeit in Bournemouth trainierte Iraola Rayo Vallecano in Spanien. Auch dort fiel er durch klare Strukturen, mutige Spielweise und gute Entwicklung einzelner Spieler auf. Für Leverkusen wäre seine Verpflichtung deshalb mehr als nur ein Name: Es wäre ein klares Signal für einen aktiven, modernen Fußball.
Leverkusen braucht wieder neue Energie
Nach dem Double-Jahr 2024 und dem anschließenden Umbruch musste Bayer zuletzt Rückschläge verkraften. Hjulmand übernahm die Mannschaft zwar früh in der Saison, konnte den Verein aber nicht dauerhaft stabilisieren. Die enttäuschende Rückrunde hat die Verantwortlichen offenbar zu einem erneuten Schnitt bewegt.
Mit Iraola könnte Leverkusen nun einen Trainer holen, der in England bewiesen hat, dass er auch gegen starke Konkurrenz bestehen kann. Sollte die Einigung gelingen, wäre das für Bayer ein bemerkenswerter Zugriff auf dem europäischen Trainermarkt.
29.05.2026, 06:26 Uhr, Redaktion Sport-Finden.de