FC Augsburg – 1. FC Köln: Gregoritsch als Spitze? Kwasniok muss erneut umbauen
Augsburg geht mit einem Vorteil in dieses Spiel, der in dieser Saison oft unterschätzt wird: Auswahl. Trainer Baum kann aus einem vergleichsweise breiten Kader schöpfen und dürfte deshalb erneut am Gerüst festhalten. Köln dagegen kommt mit vielen Fragezeichen – nicht wegen der Form, sondern wegen der personellen Lage.
So könnte Augsburg starten: Gregoritsch als klarer Zielspieler
Beim FCA spricht vieles dafür, dass im Heimspiel nur wenige Stellschrauben gedreht werden. In der Spitze bietet sich Michael Gregoritsch an, der als klassischer Zielspieler die Flügel und Halbräume besser einbinden kann. Dahinter könnte Augsburg über Rieder und Claude-Maurice Tempo und Kreativität in die Abschlüsse bringen.
Voraussichtliche Aufstellung FC Augsburg: Dahmen – Banks, K. Schlotterbeck, Zesiger – Fellhauer, Massengo, Jakic, Giannoulis – Rieder, Claude-Maurice – Gregoritsch.
Ausfälle beim FCA: Gouweleeuw (Innenbandriss), Matsima (Sehnenabriss) sowie mehrere Spieler nicht berücksichtigt. Dazu drohen Sperren: Jakic, Rexhbecaj, K. Schlotterbeck und Zesiger stehen jeweils bei vier Gelben Karten.
Köln mit Umbauten: Wer löst die Baustellen auf rechts?
Bei Köln geht es weniger um „Feintuning“ als um Improvisation. Kwasniok muss wegen Verletzungen erneut umbauen, und genau das könnte die Struktur des gesamten Systems beeinflussen. Am Mittwoch deutete der Trainer an, dass Youngster Neumann rechts beginnen könnte. Das hätte einen Dominoeffekt: Kaminski könnte offensiver agieren, während im Zentrum weitere Verschiebungen möglich wären.
Voraussichtliche Aufstellung 1. FC Köln: Schwäbe – van den Berg, Martel, Özkacar – Kaminski, Johannesson, Krauß, Lund – Bülter, S. El Mala – Ache.
Ausfälle beim FC: Unter anderem Hübers (Reha), Kilian (Reha), Schmied (Muskelverletzung), Castro-Montes (Muskelverletzung) sowie Maina (Rückstand nach Rippenbruch). Sperren drohen Krauß und Schmied (jeweils vier Gelbe).
Die Schlüssel-Frage: Augsburgs Kontrolle gegen Kölns Notlösungen
Für Augsburg liegt der Plan auf der Hand: Kontrolle über Ballbesitzphasen, sauberes Positionsspiel und dann gezielt in die Zonen kommen, in denen Köln gerade notgedrungen umbaut. Köln wird dagegen darauf angewiesen sein, die Partie über Intensität und klare Umschaltmomente offen zu halten – und möglichst lange ohne neue Rückschläge zu bleiben.
Die Ausgangslage ist damit klar: Augsburg hat die komfortablere Personalsituation, Köln muss Lösungen finden – und zwar schnell, damit das Spiel nicht früh in eine Richtung kippt.
27.02.2026, 14:07 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de