Argentinien gegen Österreich 2:0 – Messi schreibt WM-Geschichte
Es war ein Abend, der einmal mehr Lionel Messi gehörte. Zwar begann die Partie für den Weltmeister ungewohnt holprig, doch am Ende stand der Kapitän erneut im Mittelpunkt. Österreich hielt lange dagegen, zeigte eine engagierte Leistung und machte Argentinien das Leben schwer. Doch immer wenn die Albiceleste eine Lösung brauchte, war Messi zur Stelle.
Messi vergibt zunächst vom Punkt
Bereits in der Anfangsphase bot sich Argentinien die große Chance auf die Führung. Nach einem VAR-Eingriff zeigte Schiedsrichter Amin Mohamed Omar auf den Elfmeterpunkt, nachdem Stefan Posch Lautaro Martinez im Strafraum getroffen hatte.
Messi trat an, vergab jedoch überraschend. Sein Schuss landete flach neben dem rechten Pfosten. Für wenige Minuten schien es, als müsste der Rekordmoment noch warten.
Österreich hält lange auf Augenhöhe mit
Die Mannschaft von Ralf Rangnick ließ sich vom frühen Elfmeterpfiff nicht beeindrucken. Marcel Sabitzer, Paul Wanner und Konrad Laimer sorgten immer wieder für Entlastung. Vor allem zwischen der 15. und 30. Minute entwickelte sich eine Begegnung auf Augenhöhe.
Die beste österreichische Phase brachte zwar einige Standardsituationen, doch die argentinische Defensive um Cristian Romero und Nicolas Otamendi ließ kaum echte Torchancen zu.
Rekordtor Nummer 17 bringt die Führung
Kurz vor der Pause war es dann doch soweit. Thiago Almada leitete einen schnellen Angriff ein, Facundo Medina brachte den Ball von links scharf in den Strafraum und Messi lauerte genau dort, wo große Spieler auftauchen müssen.
Mit einem präzisen Linksschuss ins Eck erzielte der 38-Jährige das 1:0. Gleichzeitig bedeutete der Treffer WM-Tor Nummer 17 und damit die alleinige Führung in der ewigen WM-Torjägerliste.
Für Österreich war das besonders bitter, weil die Partie bis zu diesem Zeitpunkt offen gewesen war.
Österreich kämpft, Argentinien kontrolliert
Nach dem Seitenwechsel erhöhte Österreich den Druck. Sabitzer zwang Emiliano Martinez mit einem gefährlichen Freistoß zu einer starken Parade. Auch Gregoritsch und Wimmer versuchten, die argentinische Defensive unter Druck zu setzen.
Doch Argentinien wirkte abgeklärt. Die Südamerikaner mussten kein Offensivspektakel abliefern, kontrollierten jedoch das Tempo der Begegnung. Immer wieder sorgte Messi mit seinen Pässen und Dribblings für Gefahr, während Enzo Fernandez und Rodrigo de Paul das Mittelfeld absicherten.
Messi setzt den Schlusspunkt
In der Schlussphase warf Österreich noch einmal alles nach vorne. Die beste Möglichkeit vergab Patrick Wimmer in der Nachspielzeit per Kopf. Kurz darauf entschied Argentinien die Partie endgültig.
Messi leitete zunächst selbst den Angriff ein. Nach einem abgewehrten Schuss von Julian Alvarez blieb der Kapitän aufmerksam, setzte nach und traf schließlich zum 2:0-Endstand. Es war sein zweiter Treffer des Abends und bereits sein fünftes Tor bei dieser Weltmeisterschaft.
Argentinien bereits weiter
Mit dem zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel hat Argentinien das Ticket für die K.-o.-Runde bereits sicher. Die Albiceleste überzeugte dabei weniger durch spektakulären Angriffsfußball als durch Effizienz und defensive Stabilität.
Österreich präsentierte sich über weite Strecken konkurrenzfähig, war im letzten Drittel aber zu harmlos. Die Rangnick-Elf muss nun im letzten Gruppenspiel punkten, um den Traum vom Sechzehntelfinale am Leben zu halten.
23.06.2026, 06:39 Uhr – Redaktion Sport-Finden.de