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Vom Spielfeld an den Grill: Alexander Nouri startet überraschend neu

Keine Viererkette, kein Taktikboard, kein Stadionstress: Alexander Nouri hat sich bewusst für einen radikalen Neuanfang entschieden – und wechselt aus dem Profifußball in die Systemgastronomie.

Alexander Nouri bei einem öffentlichen Auftritt

Alexander Nouri verabschiedet sich vom klassischen Trainerweg – zumindest vorerst. Seit Beginn des Jahres 2026 betreibt der frühere Bundesliga-Coach zwei McDonald's-Filialen in Nordrhein-Westfalen. Ein Schritt, der überrascht, den Nouri selbst aber als konsequenten Neustart versteht.

Der 46-Jährige ist nicht als prominenter Name eingestiegen, sondern ganz bewusst als Lernender. Er bewarb sich regulär als Franchisenehmer und absolvierte die komplette Einarbeitung – inklusive Schichten in der Küche. Für Nouri kein PR-Gag, sondern Teil eines ernsthaften Rollenwechsels.

Führen bleibt führen – nur das Umfeld ändert sich

Parallelen zwischen Trainerbank und Filialleitung sieht Nouri dennoch viele. Im Kern gehe es immer darum, Menschen mitzunehmen, Verantwortung zu übernehmen und Leistung zu ermöglichen. Ob Profispieler oder Mitarbeitende im Schichtbetrieb – Strukturen, Kommunikation und Vertrauen seien entscheidend.

Genau diese Aspekte hätten ihn an der neuen Aufgabe gereizt. Nicht als kurzfristige Übergangslösung, sondern als bewusste berufliche Neuausrichtung.

Ein Trainerweg mit Brüchen

Nouri war 2016 bei Werder Bremen vom U23-Coach zum Cheftrainer aufgestiegen, führte das Team zunächst stabil, musste aber im Herbst 2017 nach einer langen Negativserie gehen. Es folgten kurze und unruhige Stationen – unter anderem in Ingolstadt und bei Hertha BSC.

In Berlin übernahm er das Team nach dem überraschenden Abgang von Jürgen Klinsmann, blieb jedoch nur vier Bundesliga-Spiele im Amt.

Sein letztes Engagement im Fußball endete 2022 in Griechenland nach wenigen Monaten – danach wurde es ruhig um Nouri.

Kein Abschied mit Groll, sondern ein Perspektivwechsel

Der Schritt in eine völlig andere Branche wirkt nicht wie ein Bruch, sondern wie eine bewusste Entscheidung gegen das rastlose Trainerleben. Nouri spricht nicht von Ausstieg, sondern von Weiterentwicklung – nur eben außerhalb der gewohnten Fußballlogik.

Ob er eines Tages auf die Trainerbank zurückkehrt, lässt er offen. Aktuell aber gilt sein Fokus klar dem neuen Alltag – zwischen Organisation, Personalführung und dem Anspruch, auch dort ein funktionierendes Team zu formen.

01.01.2026, 12:09 Uhr · Redaktion Sport-Finden.de



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