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Nationalteam suspendiert, Trainer entlassen – Gabun erlebt Fußball-Beben

Nach dem blamablen Vorrunden-Aus beim Afrika-Cup greift Gabuns Sportminister hart durch. Das komplette Nationalteam wurde suspendiert, der Trainerstab entlassen. Im Mittelpunkt der Debatte steht die vorzeitige Abreise von Kapitän Pierre-Emerick Aubameyang.

Afrika-Cup: Gabuns Nationalmannschaft nach dem Vorrunden-Aus

Das Aus kam früh – und die Reaktion fiel umso härter aus. Nach dem katastrophalen Abschneiden beim Afrika-Cup hat Gabuns Sportminister Dr. Simplice-Desiré Mamboula drastische Maßnahmen verhängt. Die Nationalmannschaft wurde vollständig suspendiert, sämtliche Verantwortliche entlassen.

Gabun verabschiedete sich als Gruppenletzter aus dem Turnier – ohne einen einzigen Punkt. Eine Bilanz, die im Land als nationale Blamage wahrgenommen wird.

Punktloses Aus sorgt für politische Intervention

Die sportliche Ausbeute war ernüchternd: Niederlagen gegen Kamerun (0:1), Mosambik (2:3) und die Elfenbeinküste (2:3) ließen keinerlei Argumente für Schonung oder Geduld. Bereits in der Nacht nach dem letzten Spiel wurden die Entscheidungen auf Ministerebene getroffen.

In der offiziellen Mitteilung sprach das Sportministerium von „notwendigen und entscheidenden Maßnahmen“, um den gabunischen Fußball grundlegend neu aufzustellen.

Trainerstab vollständig entlassen

Nationaltrainer Thierry Mouyouma, der das Team seit November 2023 betreut hatte, verlor ebenso seinen Posten wie der gesamte Trainerstab. Auch die Führungsstruktur innerhalb der Mannschaft wurde aufgelöst.

Kapitän :contentReference[oaicite:0]{index=0} sowie Vizekapitän Bruno Ecuele Manga wurden ihrer Ämter enthoben.

Aubameyangs Abreise sorgt für massive Kritik

Besonders heftig fällt die Kritik am langjährigen Führungsspieler Aubameyang aus. Der 36-Jährige hatte das Team bereits nach zwei Gruppenspielen verlassen und war vorzeitig zu seinem Klub Olympique Marseille zurückgekehrt.

Als offizielle Begründung wurden Oberschenkelprobleme genannt. In Gabun wird diese Darstellung jedoch offen angezweifelt – vor allem, weil der Kapitän beim entscheidenden letzten Gruppenspiel fehlte.

Vieles deutet darauf hin, dass Aubameyangs Zeit in der Nationalmannschaft damit endgültig beendet sein könnte.

Alte Spannungen brechen erneut auf

Die aktuelle Eskalation ist nicht der erste Konflikt zwischen Aubameyang und dem gabunischen Verband. Bereits nach dem Afrika-Cup 2022 hatte der Stürmer seinen Rücktritt erklärt, kehrte später jedoch zurück.

Trainer Mouyouma hatte seinen Kapitän zuletzt noch verteidigt und die Abreise als Vorsichtsmaßnahme bezeichnet. Gleichzeitig kritisierte er öffentlich den Klub aus Marseille für dessen Irritation über Aubameyangs Einsatz.

Ungewisse Zukunft vor nächster Qualifikation

Wie es mit der Nationalmannschaft weitergeht, ist völlig offen. Bereits im März 2026 startet die Qualifikation für den Afrika-Cup 2027 – doch weder Trainerfrage noch personelle Ausrichtung sind geklärt.

Klar ist nur: Der gabunische Fußball steht vor einem radikalen Neuanfang.

02.01.2026, Redaktion Sport-Finden.de



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