Afrika-Cup: Alle Bayer-Profis im Achtelfinale – Kofane trifft, Rolfes reagiert auf Ben-Seghir-Gerüchte
Während Bayer 04 Leverkusen in der Bundesliga ohne seine Afrika-Cup-Fahrer auskommen muss, liefern diese beim Turnier in Marokko weiter positive Schlagzeilen. Alle vier Leverkusener Nationalspieler haben die Gruppenphase überstanden und stehen im Achtelfinale – teilweise mit starken individuellen Akzenten.
Maza erneut prägend – Tor und Vorlage gegen Äquatorialguinea
Ibrahim Maza setzte sein starkes Turnier am Mittwoch eindrucksvoll fort. Im sportlich bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Äquatorialguinea blieb der 20-Jährige trotz Rotation in der Startelf und nutzte die Gelegenheit. Beim 3:1-Erfolg Algeriens bereitete er zunächst das 2:0 mit einem präzisen Steckpass vor, ehe er selbst per Kopf traf. Ein Auftritt, der seine Rolle im algerischen Team weiter festigt.
Schon zuvor hatte Maza gegen Burkina Faso überzeugt und war dort zum Spieler des Spiels gewählt worden. Die Algerier gehen nun als Gruppensieger in die K.o.-Phase.
Tapsoba souverän – Burkina Faso erfüllt Pflicht
Auch Edmond Tapsoba darf weiter vom Titel träumen. Mit Burkina Faso setzte sich der Innenverteidiger gegen den Sudan mit 2:0 durch. Der zweite Platz in der Gruppe reichte für den Einzug ins Achtelfinale, wo nun deutlich schwerere Aufgaben warten dürften.
Kofane trifft traumhaft – Kamerun trotzdem nur Zweiter
Den emotionalsten Moment aus Leverkusener Sicht lieferte Christian Kofane. Der 19-Jährige erzielte gegen Mosambik sein erstes Länderspieltor für Kamerun – und das sehenswert. Nach Ballgewinn im hohen Pressing zog Kofane aus rund 20 Metern ab und traf unhaltbar in den Winkel. Der Treffer entschied die Partie zum 2:1.
Zum Gruppensieg reichte es für Kamerun dennoch nicht, da die Elfenbeinküste im Parallelspiel die Nase vorn behielt. Für Kofane persönlich war es dennoch ein Meilenstein.
Ben Seghir: Rolfes widerspricht Verletzungsdarstellung
Diskussionsstoff lieferte unterdessen eine Aussage des marokkanischen Nationaltrainers Walid Regragui. Dieser hatte von einer angeblichen, seit Monaten bestehenden Schambeinentzündung bei Eliesse Ben Seghir gesprochen. Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes widersprach dieser Darstellung deutlich.
„Die Aussage hört sich dramatischer an, als sie ist“, erklärte Rolfes. Ben Seghir absolviere – wie mehrere Profis – ein individuelles Trainingsprogramm. Eine ernsthafte Verletzung habe es nicht gegeben. Vielmehr gehe es darum, den jungen Offensivspieler gezielt aufzubauen. Dass Ben Seghir mehr spielen möchte, sei bekannt – und möglich.
Leverkusen blickt gespannt auf die K.o.-Runde
Aus Leverkusener Sicht bleibt damit die Hoffnung, dass alle vier Afrika-Cup-Fahrer möglichst lange im Turnier bleiben – ohne gesundheitliche Rückschläge. Die Achtelfinal-Paarungen stehen fest, die Rückkehr der Profis rückt näher. Für Bayer 04 beginnt nun das geduldige Warten.
01.01.2026, 18:19 Uhr · Redaktion Sport-Finden.de