Heidenheim – Hoffenheim 2:4: TSG nutzt ihre Chancen eiskalt und bleibt oben dran
Die Partie begann durchaus offen. Heidenheim ging aggressiv in die Zweikämpfe, störte Hoffenheim phasenweise früh und wollte den Gästen von Beginn an den Rhythmus nehmen. Die TSG hatte zwar etwas mehr vom Ball, musste sich ihre ersten Räume aber hart erarbeiten. So entwickelte sich zunächst ein Spiel, in dem auf beiden Seiten viel zwischen den Strafräumen passierte und klare Chancen rar blieben.
Den ersten sauberen Nadelstich setzte schließlich Hoffenheim. In der 26. Minute kombinierten sich die Gäste über die rechte Seite durch, Prass spielte einen Doppelpass mit Asllani, ließ dabei Behrens mit einem Beinschuss stehen und schlenzte den Ball anschließend aus halbrechter Position sehenswert unter die Latte. Es war ein Treffer, der nicht nur wegen der technischen Qualität Wirkung hatte, sondern auch, weil Heidenheim bis dahin gut dagegengehalten hatte.
Prass legt vor der Pause nach
Heidenheim blieb bemüht und hatte durch Honsak sowie eine gefährliche Freistoßsituation durchaus Momente, in denen der Ausgleich denkbar war. Doch Hoffenheim wirkte in seinen Offensivaktionen klarer und zielgerichteter. Kurz vor der Pause fiel deshalb das 2:0 für die Gäste. Nach einer zunächst strittigen Szene mit Abseitsfahne griff der VAR ein, und am Ende zählte der Treffer doch: Gimber hatte den Ball zu Kramaric gespielt, der sofort auf Prass weiterleitete. Der Österreicher blieb halbrechts vor Ramaj cool und schob durch die Beine des Keepers ein.
Mit diesem Doppelschlag zur Pause hatte sich Hoffenheim eine sehr gute Ausgangslage geschaffen. Heidenheim dagegen stand vor der bekannten Frage: Reicht die Energie für eine Aufholjagd, wenn man sich vorne nur selten klar durchsetzt?
Asllani trifft, Heidenheim antwortet per Standard
Nach dem Seitenwechsel versuchte Frank Schmidt mit den Einwechslungen der Conteh-Brüder sofort neue Impulse zu setzen. Doch zunächst schlug wieder Hoffenheim zu. In der 49. Minute landete ein hoher Ballgewinn über mehrere Stationen im Strafraum bei Avdullahu, dessen Schuss Ramaj nur nach vorne abwehren konnte. Asllani stand genau richtig und staubte aus kurzer Distanz zum 3:0 ab. Spätestens jetzt sprach vieles für einen sehr ruhigen Nachmittag der Gäste.
Heidenheim gab sich allerdings nicht auf und kam nach einem Standard zurück. Ein weiter Einwurf von Behrens fand in der 63. Minute Kerber im Fünfmeterraum, der den Ball irgendwie an Baumann vorbei zum 1:3 bugsierte. Für einen Moment schien die Partie noch einmal offen zu werden, zumal die Gastgeber nun emotionaler und direkter agierten.
Lemperle beendet die Hoffnungen der Gastgeber
Tatsächlich schnupperte Heidenheim in dieser Phase am Anschluss. Ein Treffer zum vermeintlichen 2:3 wurde wegen Abseits aber zurückgenommen, kurz darauf landete ein Ball auch noch am Pfosten. Genau in dieser Phase zeigte Hoffenheim die Reife einer Mannschaft, die oben mitspielen will. Statt die Kontrolle zu verlieren, setzte die TSG den entscheidenden Konter.
Der kurz zuvor eingewechselte Lemperle brauchte in der 78. Minute nicht lange für seinen Wirkungstreffer. Über Asllani und Touré lief der Angriff schnell und sauber durch, Lemperle musste den Querpass schließlich nur noch zum 4:1 über die Linie drücken. Das war die Vorentscheidung in einem Spiel, das Heidenheim gerade wieder ein Stück weit geöffnet hatte.
Die Gastgeber kamen durch einen weiteren Standard zwar noch einmal heran. Wieder war Kerber zur Stelle, dessen Kopfball nach einer Ecke noch unhaltbar abgefälscht wurde und zum 2:4 im Netz landete. Für eine echte Schlussoffensive reichte es aber nicht mehr. Hoffenheim verteidigte die letzten Minuten souverän weg und hätte bei einem Gegenstoß sogar noch ein fünftes Tor nachlegen können.
So bleibt unter dem Strich ein verdienter Auswärtssieg der TSG, die ihre Chancen konsequent nutzte und vor allem über Prass und Asllani immer wieder gefährlich wurde. Heidenheim zeigte Moral und bäumte sich nach dem klaren Rückstand auf, aber die Fehler in den entscheidenden Momenten waren zu groß. Für Hoffenheim sind es drei starke Punkte, für das Schlusslicht von der Ostalb dagegen der nächste Rückschlag im Tabellenkeller.
07.03.2026, 17:35 – Redaktion Sport-Finden.de