Dr. Meino Heyen legt seine beiden Ämter des Präsidenten des TSV Alemannia Aachen und des Aufsichtsratsvorsitzenden der Alemannia Aachen GmbH mit sofortiger Wirkung nieder. Bereits am Mittwoch teilte Dr. Heyen seine Entscheidung den Gremienmitgliedern mit.
„Für die Alemannia wurde das Planinsolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Dies wurde durch erhebliche finanzielle Unterstützung durch mich, durch viele andere Gremienmitglieder und vielen Freunden der Alemannia ermöglicht. Ein Neuanfang ist notwendig – auch in den Gremien. Selbstverständlich werde ich weiter aktiv dabei helfen, die offenen Fragen der Vergangenheit aufzuklären“, so Dr. Heyen.
Dr. Meino Heyen wurde im Juni 2010 in den Aufsichtsrat der Alemannia Aachen GmbH gewählt und zu dessen Vorsitzenden berufen. Seit der Mitgliederversammlung im März 2012 war der 66-jährige Unternehmer auch Präsident des TSV Alemannia Aachen.
Quelle: Alemannia Pressemitteilung
Der Karlsruher SC hat ein weiteres Talent an den Verein gebunden. Mittelfeldspieler Silvano Varnhagen hat heute einen neuen, bis zum 30.6.2015 datierten Vertrag unterzeichnet. Sein ursprünglicher Kontrakt umfasste eine Laufzeit bis zum Saisonende.
„Silvano ist ein sehr intelligenter Spieler und er ist mit seinen erst 19 Jahren schon sehr weit“, erklärte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer. „Er hat sich direkt aus der U19 kommend über die vergangenen Monate hinweg zu einem wichtigen Bestandteil unseres Teams entwickelt. Es freut uns sehr, dass er diese positive Entwicklung bei uns fortführen wird und wir ihn langfristig binden können.“
Silvano Varnhagen spielte in den vergangenen beiden Jahren in der U19 des KSC-Talentteams, seit Saisonbeginn ist er fester Bestandteil des KSC-Profikaders.
„Es passt hier alles für mich. Ich kann mich beim KSC optimal weiterentwickeln“, freute sich Silvano Varnhagen. „Da war es nur folgerichtig, jetzt den Vertrag zu verlängern.“
Varnhagen bestritt bisher 12 Spiele in der 3. Liga und zwei Partien im DFB-Pokal für den Karlsruher SC.
Quelle:KSC-Pressemitteilung
Die Alemannia unterliegt beim VfB Stuttgart II mit 1:2. Sensationelle Unterstützung der Fans.
Einen Tag nach der Hiobsbotschaft vom Tivoli wollte auch aus sportlicher Sicht keine Freude aufkommen, das Team von René van Eck unterlag beim VfB Stuttgart II mit 1:2. In einer munteren Partie mit reichlichen Torchancen ging der Nachwuchs des VfB Stuttgart vor 710 Zuschauern per Foulelfmeter durch Benyamina in Führung (27.), ehe Schwertfeger nach 34 Minuten der verdiente Ausgleich gelang. Nach dem Wechsel machten beide Teams da weiter, wo sie aufgehört hatten und suchten immer wieder die Aktionen in der Offensive. Eine gefährliche Aktion reichte den Gastgebern, um den 2:1-Siegtreffer in der 76. Minute zu erzielen, so dass es auch aus sportlicher Sicht an diesem Tag keine positiven Nachrichten zu vermelden gab. Einzig der Charakter der Mannschaft musste an diesem Tag gelobt werden.
Trotz der erschreckenden Nachrichten des Vortages ging es am Samstag zunächst für ein paar Stunden wieder um den Fußball. Vor Keeper Michael Melka begann die Viererkette mit Robert Wilschrey, Seyi Olajengbesi, Sascha Herröder und Fabian Baumgärtel. Im 4-3-3-System markierte Kai Schwertfeger den einzigen Sechser. Robert Leipertz und Florian Müller komplettierten das Mittelfeld, Kristoffer Andersen, Timmy Thiele und Marcel Heller starteten im Angriff.
Das größte Kompliment verdienten sich an diesem Tag die mehr als 200 mitgereisten Anhänger aus Aachen, die sich trotz der bitteren Situation auf den Weg ins Schwabenland gemacht hatten. Mit Blick auf die Mannschaft gab es eine Frage zu klären: Wie sieht die Reaktion des Teams nach der Hiobsbotschaft vom Freitag aus? Zum zweiten Mal in dieser Saison war man im GAZi-Stadion in Stuttgart-Degerloch zu Gast (ebenfalls Spielstätte der Stuttgarter Kickers). Von Beginn an war die Partie ausgeglichen. Leipertz sorgte nach sechs Minuten für den ersten Schuss aus der Distanz, deutlich enger wurde es auf der Gegenseite nach einer knappen halben Stunde, als Benyamina nach einem Konter frei vor Melka auftauchte, am Keeper der Alemannen allerdings scheiterte.
Timmy Thiele hätte sein Team wenige Sekunden später in Führung bringen können, doch eine Hereingabe von Andersen verpasste der junge Offensivmann knapp per Kopf. Die Hausherren konzentrierten sich auf ihr schnelles Konterspiel, was in der 27. Minute zum Erfolg führte: Ein Pass in die Tiefe brachte Hemlein in Aktion. Beim Herauslaufen erwischte Melka den Angreifer am Fuß, den daraus resultierenden Foulelfmeter verwandelte Benyamina zum 1:0.
Man hätte aus Sicht der Schwarz-Gelben komplett den Kopf in den Sand stecken können, doch die Jungs vom Tivoli zeigten Charakter und legten einen Zahn zu: Herröder überraschte die gegnerische Hintermannschaft mit einem indirekten Freistoß, der Schwertfeger am langen Pfosten fand. Alemannias „Sechser“, der an diesem Tag die Kapitänsbinde trug, nahm die Kugel volley und traf ins obere Ecke zum 1:1 (34.). Ein toller Treffer, und ein verdienter Ausgleich obendrein! Beide Teams zeigten sich an diesem Tag offensivfreudig. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.
Nach dem Wechsel hatten die jungen Stuttgarter zunächst die größte Gelegenheit, in Führung zu gehen: Einen Freistoß von Stöger wehrte Melka zur Ecke ab, der Nachschuss konnte von gleich mehreren Alemannen auf der Linie geklärt werden (47.). An Torchancen mangelte es an diesem Samstagnachmittag nicht, beide Mannschaften spielten munter nach vorne. Müller spielte in der 62. Minute Leipertz wunderbar frei, der jüngste Mann auf Seiten der Schwarz-Gelben kam zum Abschluss, doch VfB-Keeper Weis verhinderte eine Aachener Führung.
Oguzhan Kefkir kam kurze Zeit später für Andersen in die Partie. Den Jungs vom Tivoli war anzusehen, dass sie zumindest sportlich für eine kleine freudige Nachricht sorgen wollten. Druckvoll ging es nach vorne, Leipertz bediente Kefkir am langen Pfosten, sein Volley-Schuss strich einige Meter neben das Stuttgarter Gehäuse (73.).
In der momentanen Situation scheint jedoch kein Platz für positive Nachrichten zu sein. Ein Angriff reichte der Zweitvertretung des VfB, von der lange Zeit nichts zu sehen war, um mit 2:1 in Führung zu gehen – Benyamina stocherte das Leder im Fallen über die Linie (76.).
Van Eck schmiss nochmals alles nach vorne. Freddy Borg und Armand Drevina kamen für Müller und Leipertz. Selbst Torhüter Melka hielt es nicht mehr im eigenen Kasten. Mit aller Macht stemmte sich die Alemannia gegen die Niederlage – am Ende ohne Erfolg. Mit hängenden Köpfen bedankte sich das gesamte Team bei den mitgereisten Anhängern für die sensationelle Unterstützung in einer der schwersten Phasen der Vereinsgeschichte.
“Ich habe den Spielern vor der Partie gesagt, dass es eine Frage des Charakters ist. Die Situation ist nun mal so, wie sie ist. Die Jungs können dennoch ihrer Leidenschaft nachgehen, das ist der Fußball. Die Leistung war phasenweise in Ordnung, aber wir kassieren viel zu einfach die Gegentore. Die Situation ist umso bitterer, wenn man sich unsere Fans anschaut. Das tut weh. Sie haben uns hervorragend unterstützt. Es geht jetzt nur noch um eins: Die Alemannia muss gerettet werden, irgendwie”, so Trainer René van Eck nach dem Spiel.
Quelle: Alemannia Pressemitteilung
Die Schwarz-Gelben klassieren eine 0:3-Niederlage gegen den Halleschen FC. Ein ganz bitterer Tag auf dem Tivoli.
Die Gewitterwolken wollen derzeit einfach nicht vorüber ziehen. Im Heimspiel gegen den Halleschen FC gab es für die Schwarz-Gelben am Samstag vor 10.953 Zuschauern auf dem Tivoli einen erneuten Tiefschlag. Das Team von René van Eck musste sich am Ende mit 0:3 geschlagen – eine Niederlage, die am Ende alles sprachlos machte. Unzählige klare Torchancen ließen die Alemannen kläglich liegen, die Gäste aus Halle bestraftes es eiskalt und gingen durch drei Treffer von Preuß, Lindenhahn und Mast (54./88./90.) als Sieger vom Platz.
Im Spiel gegen den Gegner aus Halle nahm Trainer René van Eck im Vergleich zum Auftritt in Heidenheim keine personellen Änderungen in der Startelf vor. Vor Keeper Michael Melka postierte sich die Viererkette mit Christian Weber, Seyi Olajengbesi, Sascha Herröder und Fabian Baumgärtel. Auf der Sechserposition spielte Kai Schwertfeger, Marcel Heller und Oguzhan Kefkir kamen über die Außen. Robert Leipertz bildete gemeinsam mit der Doppelspitze, bestehend aus Kapitän Albert Streit und Florian Müller, den Offensivblock. Kristoffer Anderssen musste aufgrund einer Grippe pausieren. Für ihn rückte Robert Wilschrey aus der U-23 in den Kader.
Das Team von René van Eck hatte bereits nach wenigen Minuten die erste Chance, in Führung zu gehen. Müllers Flanke von rechts erreichte Heller, der sich gegen seinen Gegenspieler durchsetzte, jedoch durch die Fußabwehr von Gästekeeper Horvat gestoppt werden konnte (6.). Doch auch der Hallesche FC versuchte seine Möglichkeiten zu nutzen. Ein Schuss von Preuß aus 18 Metern konnte jedoch souverän von Herröder geklärt werden (10.). Ein weiterer Angriff der Gäste wurde von Keeper Melka, der einen Schuss von Wagefeld über die Latte lenkte, abgewehrt (23.).
Nun nahm die Partie richtig Fahrt auf. Beide Teams zeigten Kampfgeist und versuchten, in Führung zu gehen. Die Alemannia hatte gleich mehrere Chancen, konnte diese jedoch leider nicht nutzen. Ein Freistoß von Leipertz erreichte Olajengbesi, der den Ball nur knapp am gegnerischen Gehäuse vorbei köpfte (29.). Nur wenige Minuten später tauchte Heller frei vor Gästekeeper Horvat auf, doch dieser konnte erneut einen Treffer verhindern (33.). Das Glück war nicht auf der Seite der Schwarz-Gelben. Doch auch die Gäste taten sich schwer damit, ihre Chancen zu nutzen. Ein Kopfball von Becken konnte kurz vor der Torlinie von Baumgärtel geklärt werden (36.). Nach einer halben Stunde nahm Trainer René van Eck die erste Auswechslung vor. Christian Weber verließ erneut wegen muskulärer Probleme das Feld, für ihn kam U-23 Spieler Robert Wilschrey in die Partie.
Kurz vor Ende der ersten Halbzeit erhielten die Schwarz-Gelben eine weitere Chance, in Führung zu gehen. Zunächst konnten die Gäste einen Schuss von Leipertz abblocken. Der Ball landete jedoch vor den Füßen von Kapitän Streit, der einen Versuch aus der zweiten Reihe wagte und das Leder nur einen knappen Meter über das gegnerische Tor schoss (44.). Nach dieser Aktion entließ Schiedsrichter Sven Jablonski die beiden Teams mit einem Zwischenstand von 0:0 in die Halbzeitpause.
Die Schwarz-Gelben starteten mit einer weiteren personellen Veränderung in die zweite Halbzeit. Für Kefkir kam Timmy Thiele. Nur wenige Sekunden nach Wideranpfiff war die Partie bereits so spannend wie in der ersten Hälfte. Hellers Flanke erreichte Leipertz, dessen Kopfball vom linken Pfosten zurück ins Feld prallte (46.). Es war nicht mehr auszuhalten: Chancen über Chancen, doch weiterhin war diese Partie torlos.
Es hat in dieser Saison fast schon Tradition, dass man für die mangelnde Chancenverwertung jedes Mal bestraft wird – so auch an diesem Samstag: Zu harmlos ging man in den Zweikampf, Preuß bugsierte eine Hereingabe von Shala über die Linie zum 0:1 (54.).
Die Alemannia musste nun, wie so oft in dieser Saison, einem Rückstand hinterherlaufen und versuchte einen Anschlusstreffer zu erzielen. Ein Durchkommen fiel den Jungs vom Tivoli allerdings zunehmend schwerer. Trainer René van Eck zog daraus seine Konsequenzen und wechselte ein weiteres Mal aus. Heller verließ die Partie, für ihn startete Freddy Borg. In der 75. Minute musste die Alemannia einen weiteren herben Rückschlag einstecken. Der bereits verwarnte Kapitän Streit – den Schiedsrichter Jablonski an diesen Tag jedoch auch deutlich sichtbar auf dem Kieker hatte – kassierte wegen Reklamierens die Ampelkarte. So musste die Alemannia die letzte Viertelstunde in Unterzahl überstehen.
Die Schwarz-Gelben ließen sich jedoch auch davon nicht unterkriegen und zeigten sich weiter kämpferisch. Der Einsatz stimmt, der Zug zum Tor auch. Aber die mangelnde Chancenverwertung bricht der Alemannia in dieser Saison einfach das Genick. Thiele, der frei vor Gästekeeper Horvat auftauchte, zirkelte den Ball jedoch einen knappen Meter über das gegnerische Tor (85.). Der Hallersche FC nutzte die Gelegenheit zum Konter und baute so die Führung durch ein Tor von Lindenhahn zum 2:0 aus (88.). Alle Feldspieler der Alemannen standen in der gegnerischen Hälfte, die Gäste nutzten diese Räume zum Kontern eiskalt aus. Kurz vor Abpfiff waren es wieder die Gäste, die durch ein Tor von Mast auf 0:3 Endstand erhöhten (90.). Ein unter dem Strich ganz bitter Tag auf dem Tivoli.
“Ich frage mich, wie viele Chancen wir noch brauchen, um einen Treffer zu erzielen. Wenn wir diese nicht nutzen, dann kassieren wir Gegentore. Dies hat meiner Meinung nach auch nichts mehr mit Glück zu tun, sondern ist eine Frage der Qualität. Wir haben einige Chancen gehabt und sie nicht genutzt. Auch die Gegentore hätten nicht passieren dürfen und dann bekommen wir noch größere Probleme nach der Gelb-Roten Karte. Wir spielen zwar weiterhin druckvoll, aber werden dann eiskalt ausgekontert. Es war zwar sehr schwierig in Unterzahl, aber wenn man so viele Chancen hat, muss man auch mal einen Treffer machen”, so Trainer René van Eck nach dem Spiel.
Quelle: Alemannia Pressemitteilung

1:1 in Heidenheim – Die Schwarz-Gelben dominieren eine Stunde lang in Heidenheim
Über eine Stunde das Spiel voll im Griff gehabt, verdient mit einer Führung in die Pause gegangen, am Ende aber nur einen Zähler mitgenommen: Die Alemannia trennte sich am Freitagabend mit 1:1 vom 1.FC Heidenheim. In einer flotten Partie gehörte der erste Durchgang vor 8.200 Zuschauern in der Voith-Arena klar den Schwarz-Gelben, die sich für die starke Vorstellung durch einen Treffer von Leipertz kurz vor der Pause mit dem 0:1 belohnten (43.). Nach dem Wechsel begannen die Alemannen erneut stark, ließen sich danach allerdings die Butter vom Brot nehmen. Göhlert traf in der 70. Minute zum Ausgleich, am Ende war das Remis zwischen beiden Team gerecht.
René van Eck entschied sich für den Auswärtsauftritt in Heidenheim für ein 4-1-3-2-System, in dem sich vor Keeper Michael Melka die Viererkette mit Christian Weber, Seyi Olajengbesi, Sascha Herröder für den verletzten Thomas Stehle und Fabian Baumgärtel postierte. Kai Schwertfeger markierte den einzigen Sechser, Marcel Heller und Oguzhan Kefkir kamen über die Außen. Robert Leipertz begann in der Zentrale, Kapitän Albert Streit und Florian Müller starteten als Doppelspitze.
Flutlichtspiel bei Nieselregen in Heidenheim. Die Bedingungen waren geschaffen für das erste Aufeinandertreffen beider Vereine überhaupt. Beim Wiedersehen mit Ex-Alemannia-Spieler Frank Schmidt erwischten die Jungs vom Tivoli den deutlich besseren Start. Streit legte die Kugel blitzschnell ab für Leipertz, der freie Bahn hatte und Keeper Sabanov prüfte. Dieser ließ den Ball abprallen, Heller kam für den Nachschuss einen Schritt zu spät (3.). Nur wenige Sekunden später der nächste schnelle Angriff der Schwarz-Gelben: Diesmal suchte Kefkir den schnellen Abschluss, seinen Schuss konnte Heidenheims Schlussmann festhalten (4.). Die erste viertel Stunde gehörte klar dem Team von René van Eck: Streit fasste sich aus gut 25 Metern ein Herz, Sabanov fischte das Leder aus dem Eck und klärte zur Ecke (14.).
Die Alemannia hatte mehr Ballbesitz und ließ nur wenig zu. Verletzungsbedingt musste van Eck allerdings nach 29 Minuten bereits den ersten Wechsel vornehmen, Weber ging, Schwertfeger rückte auf die rechte Seite der Viererkette und Brauer begann zentral vor der Abwehr.
Die Hausherren fanden keinen Mittel gegen kompakte Aachener und versuchten es meist aus der Distanz, was in der 31. Minute erstmals richtig gefährlich wurde: Schnatterers Schuss konnte Melka nicht festhalten, Heidenfelder setzte nach und zielte knapp über die Latte. Die nächste große Gelegenheit gehörte wieder Schwarz-Gelb: Ein Konter wie aus dem Bilderbuch, Müller bediente Heller, der alleine vor dem gegnerischen Keeper scheiterte – eine Führung für die Alemannen war längst überflüssig (38.).
Der Auftritt der Aachener gefiel den knapp 300 mitgereisten Anhängern aus der Kaiserstadt, auch wenn Göhlert wenige Minuten später aus kurzer Distanz nach einer Ecke verpasste. Viel zu selten hat sich die Alemannia bislang in dieser Saison belohnt – anders an diesem Freitagabend in Heidenheim: Robert Leipertz setzte in der 43. Minute zum Solo an, umspielte gleich drei Gegenspieler und traf mit dem rechten Fuß ins untere rechte Eck – 0:1. Mit der mehr als verdienten Führung ging es in die Kabine.
Die Alemannia machte nach dem Wechsel da weiter, wo sie aufgehört hatte. Zwar gehörte den Gastgebern durch einen Kopfball von Heidenfelder die erste Chance, im Gegenzug zwang Kefkir Torhüter Sabanov dafür aber mit einem wuchtigen Schuss zu einer Parade (53.).
Der 1. FC Heidenheim musste jetzt kommen, die Alemannia zog sich ein wenig zurück und ließ den Gegner anrennen. Schnatterer sorgte mit seinen Schüssen aus der Distanz immer wieder für Gefahr, Melka konnte die Kugel in der 62. Minute jedoch festhalten. Van Eck nahm darauf hin seinen zweiten Wechsel vor, nahm Müller vom Feld und schickte Mario Erb ins Rennen.
Es ist die Sicherheit, die den Alemannen in dieser Saison fehlt. Man hatte das Spiel und den Gegner im Griff. Doch durch eine Unaufmerksamkeit nach einer Standardsituation fiel der mehr als unnötige Ausgleich: Göhlert hatte am langen Pfosten zu viel Platz und drückte das Leder über die Linie – 1:1 (70.).
Der Ausgleich bescherte den Hausherren Aufwind. Es war deutlich zu spüren, dass Heidenheim die Partie auf den letzten Metern noch drehen wollte. Sirigu startete in der 78. Minute durch, sein Schuss streifte am rechten Pfosten vorbei. Nur wenige Sekunden später die große Chance für Malura, der am langen Pfosten vorbeiköpfte (79.). Mittlerweile war das Remis gerecht.
Die Alemannia fand nicht mehr richtig zu ihrem Spiel, in der Offensive fehlte am Ende ein wenig die Durchschlagskraft. Nach 90 Minuten musste sich das Team von René van Eck mit dem einen Zähler zufrieden geben.
Quelle: Alemannia Pressemitteilung
Marius Grösch (18), der sich im gestrigen Derby im KÖSTRITZER Landespokal gegen den FC Rot-Weiß Erfurt schwer verletzte, wird mehrere Monate ausfallen.
Jenas Innenverteidiger, der in der aktuellen Saison den Sprung von den A-Junioren in den Regionalligakader des FCC schaffte, zog sich eine Fraktur des rechten Spunggelenks sowie einen Riss des Syndesmosebandes zu und wurde bereits am gestrigen Mittwochabend im Jenaer Universitätsklinikum operiert.
Marius Grösch: „Es ging alles blitzschnell. Ich wollte den Ball klären, drehe mich dabei und knicke um. Ich habe sofort gespürt, dass da Gröberes passiert sein muss. Natürlich ist das für mich total bitter, aber es hilft mir auch, wenn ich sehe, wieviele Leute mir schreiben, mich anrufen oder mir auf Facebook gute und schnelle Besserung wünschen. Dafür möchte ich mich auch herzlich bedanken und gleichzeitig entschuldigen, dass ich mich nicht bei jedem persönlich für die Genesungswünsche bedanken kann – einfach weil es so viele sind.“
Petrik Sander, Trainer des FC Carl Zeiss Jena: „Mir tut es für den Jungen einfach leid, da er auf einem sehr guten Weg war. Aber er wird zurückkommen, und wir werden ihm dabei helfen.“
Quelle: FC Carl Zeiss Jena Pressemitteilung
Die Alemannia muss in den kommenden Spielen gegen den SV Wehen Wiesbaden und den 1. FC Heidenheim auf Timmy Thiele verzichten.
Der Offensivmann der Schwarz-Gelben wurde heute vom Sportgericht des Deutschen Fußballbundes wegen „eines rohen Spiels gegen den Gegner“ mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen belegt.
Thiele war am Samstag beim Auswärtsspiel in Rostock in der elften Spielminute von Schiedsrichter Manuel Gräfe des Feldes verwiesen. Spieler und Verein haben dem Urteil zugestimmt. Das Urteil ist damit rechtskräftig.
Quelle: Alemannia Pressemitteilun
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Knapp 80 Minuten spielt die Alemannia in Unterzahl und unterliegt Hansa Rostock unverdient mit 0:1.
Komplimente von allen Seiten, Punkte gab es trotzdem keine. Mit 0:1 musste sich die Alemannia am Samstag vor 10.000 Zuschauern in der DKB-Arena dem FC Hansa Rostock geschlagen geben – obwohl man mit einem Mann weniger die bessere Mannschaft war. Schon nach elf Minuten musste die Alemannia einen Rückschlag hinnehmen, Thiele sah nach hartem Einsteigen glatt Rot. Doch in Unterzahl zeigten die Jungs vom Tivoli ein starkes Spiel. Statt sich vor der Pause selber zu belohnen, ging der FC Hansa nach einem Stellungsfehler von Melka durch Smetana mit dem Pausenpfiff mit 1:0 in Führung (45.). Nach der Pause boten die Alemannen einen großen Kampf, von der Unterzahl war keine Spur. Borg traf in letzter Sekunde per Kopf, der Unparteiische entschied auf Abseits.
René van Eck verzichtete in Rostock auf große personelle Veränderungen. Vor Keeper Michael Melka postierte sich die gewohnte Viererkette mit Christian Weber, Seyi Olajengbesi, Thomas Stehle und Fabian Baumgärtel. Im 4-3-3-System begannen Timo Brauer und Kai Schwertfeger vor der Abwehr, Timmy Thiele ersetzte den verletzten Albert Streit auf der „Zehn“. Oguzhan Kefkir, Marcel Heller und Denis Pozder starteten in der Offensive.
Der FC Hansa – das war zu spüren – wollte vor eigenem Publikum gleich von der ersten Sekunde an das Heft in die Hand nehmen. Tatsächlich gehörte den Hausherren die erste Chance des Spiels: Blum kam nach einem verlängerten Einwurf zum Abschluss und verfehlte das Gehäuse nur knapp (5.). Die Alemannia wollte aus einer kompakten Defensive heraus immer wieder Nadelstiche setzen. Doch dieses Vorhaben gestaltete sich bereits ab der elften Minute der Partie als schwierig: Weil Thiele im Angriff der Ball versprungen war, setzte Aachens Offensivmann beherzt gegen Leemans nach. Schiedsrichter Manuel Gräfe ließ das harte Einsteigen nicht durchgehen und zückte die Rote Karte – eine sehr harte Entscheidung.
Schon früh in dieser Begegnung war aus Sicht der Alemannen klar, dass es auf fremdem Geläuf nur noch um die Defensivarbeit gehen konnte. Während die Rostocker drückten, suchten die Schwarz-Gelben im 4-4-1-System dennoch nach vereinzelten Offensivaktionen. Pozder schickte Heller, der die Kugel direkt nahm, aber deutlich verzog. Knapper wurde es kurz darauf, als Heller aus dem Hinterhalt abzog und das Leder knapp am Lattenkreuz vorbeizischte (22.).
Distanzschüsse waren bei beiden Teams ein beliebtes Mittel. Rostocks Weiland fasste sich gleich zweimal ein Herz, erfolgreich waren seine Abschlüsse allerdings nicht. Man musste dem Team von René van Eck ein Lob aussprechen: In Unterzahl hielten die Jungs vom Tivoli den FC Hansa sehr gut im Zaun. Schnell wurden die Räume bei Ballverlust eng gemacht, blitzschnell wurde bei Balleroberung umgeschaltet. Um ein Haar wäre der gute Auftritt vor der Pause belohnt worden: Heller hatte gleich zwei Gegenspieler umspielt, sein Pass landete bei Kefkir, der aus spitzem Winkel Keeper Müller zu einer Parade zwang (39.).
Plötzlich starteten die Alemannen in Unterzahl eine echte Schlussoffensive: Nach einer Ecke kam Olajengbesi per Kopf an den Ball, Haas bereinigte das Leder in letzter Sekunde auf der Linie. Schwertfegers Nachschuss wurde abgeblockt, Baumgärtels abgefälschter Schuss strich Haaresbreite am linken Pfosten vorbei (40.). Doch damit nicht genug: Pozder erkämpfte vier Minuten später das Leder, bediente Heller, dessen Lupfer der herauslaufende Müller allerdings sicher abfing. Brauers wuchtiger Schuss ging nur Zentimeter am Gehäuse der Gastgeber vorbei – niemand aus Rostock hätte sich über eine Führung der dezimierten Aachener beschweren dürfen!
Statt mit diesem guten Auftritt und guten Ergebnis in die Kabine zu gehen, folgte quasi mit dem Halbzeitpfiff ein echter Nackenschlag für die Schwarz-Gelben: Verzweifelt spielten die Rostocker ausschließlich lange Bälle, Melka verschätzte sich beim Herauslaufen, Smetana köpfte aus rund 14 Metern ins leere Tor – 1:0 (45.). Mit diesem bitteren Rückschlag ging es in die Pause.
Unverändert schickte van Eck seine Jungs zurück auf den Rasen. Auch wenn den Gastgebern durch einen Distanzschuss von Haas die erste Gelegenheit gehörte, so traten die Alemannen ebenso engagiert auf wie vor dem Wechsel. Van Eck stellte nach 56 Minuten um: Pozder, der enorm viel gelaufen war, verließ den Platz, Sascha Marquet kam ins Spiel. Der neue Mann kam über die Außenbahn, Heller rückte dafür in den Angriff. Die Alemannen wollten und mussten nun durch schnelle Vorstöße ihre Chancen nutzen.
Und die sollten kommen: Es war nichts davon zu sehen, dass die Hausherren einen Mann mehr auf dem Feld stehen hatten. Kefkir sprintete mit Ball die linke Außenbahn entlang, sein gutes Zuspiel in den Rücken der gegnerischen Abwehr fand Schwertfeger, dessen Schuss aus elf Metern in letzter Sekunde abgeblockt und zur Ecke geklärt werden konnte (66.). Kurz darauf war Schluss für Kefkir, er machte Platz für Borg.
Die Alemannia kämpfte bis zum Umfallen. Was fehlte, war der Lohn für die gute Arbeit. Weber brachte eine Freistoßflanke gefährlich in den Strafraum, Stehle verpasste um Zentimeter (73.). Van Eck schmiss nun alles nach vorne: Brauer ging, Sascha Herröder kam und rückte in die Innenverteidigung (80.). Olajengbesi orientierte sich in den Angriff, lange Bälle waren nun das Mittel. Eine Chance sollte es noch geben: Borg kam nach einer Flanke per Kopf an den Ball und traf ins Netz. Riesen Jubel bei der Alemannia, doch Gräfe hatte Borg im Abseits gesehen. Mit dieser äußerst knappen Entscheidung war das Spiel beendet. Nach großem Kampf mussten sich die Alemannen mit leeren Händen auf den Weg in die Heimat machen. Punkte gab es keine, dafür aber eine Menge Komplimente, die momentan allerdings niemanden helfen.
“Wir haben uns dieses Spiel heute anders vorgestellt. Wenn du so früh eine Rote Karte bekommst, machst du dir natürlich selber Probleme. Ich muss dem Team aber ein riesen Kompliment aussprechen, der Auftritt nach dem Platzverweis war überragend. Wir waren ein Mann weniger, haben aber den besseren Fußball gespielt und die besseren Chancen gehabt. Umso bitterer ist dann der Rückschlag vor der Pause. Ich habe in der Halbzeit gesagt, dass es zwei Möglichkeiten gibt: Entweder lassen wir uns zerfleischen oder wir rücken noch enger zusammen. Letzteres haben wir dann getan. Aber am Ende zählen im Fußball nur Punkte, und die haben wir heute nicht geholt”, so René van Eck nach dem Spiel.
Quelle: Alemannia Aachen Pressemitteilung
Der Drittligist Chemnitzer FC wurde nun vom DFB-Sportgericht wegen unsportlichen Verhaltens zu einer Geldstrafe von 25000 Euro verurteilt.
Dies gab der Verband heute bekannt. In der Erstrundenbegegnung des DFB-Pokales gegen Dynamo Dresden wurde in der ersten Spielhälfte der Dresdner Stürmer Mickael Poté aus dem Chemnitzer Zuschauerblock nach einer vergebenen Torchance auf rassistische Art und Weise mit Affenlauten beleidigt. Zudem wurde In der 43. Minute ein Feuerzeug aus dem Chemnitzer Block auf das Spielfeld geworfen.
Der Verein hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.
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