31.07.2004
Größenwahn beim BVB
Was Borussia Dortmund sich momentan leistet, grenzt schon ein bißchen an Größenwahn. Anders läßt sich das
Ablehnen des 16-Millionen-Angebotes für Tomas Rosicky nicht deuten.
Dass die BVB Kassen absolut leer sind, weiß mittlerweile jeder. Also ist es eine logische Konsequenz, dass ein
strikter Sparkurs eingehalten werden muß. Damit verbunden ist zwangsweise auch die Trennung von einigen Spielern, um
so das ca. 20 Millionen große Finanzloch zu stopfen.
Nun hätte der BVB eine solche Möglichkeit gehabt. Champions-League-Sieger FC Porto bot für Tomas Rosicky 16 Millionen Euro. Die
Portugiesen wollten ihr Mittelfeldloch, welches durch den Weggang von Deco entstand, stopfen. Doch der BVB hat eiskalt dieses
Angebot abgelehnt.
Man wolle sportlich das Geld wieder reinholen, anstatt die Mannschaft zu schwächen. Fragt sich nur, welche Erfolge der BVB in seinem
Größenwahnsinn zur Schuldentilgung plant. Klar, wenn man es schafft, Meisterschaft und DFB-Pokal zu gewinnen, wäre das vielleicht möglich (aber eben
auch nur dann).
Doch wesentlich verstärkt zur letzten Saison hat sich der BVB kaum. Im Gegenteil, der Weggang von Frings zum FC Bayern hat den BVB sicherlich eher schwächer gemacht.
Schließlich war der in der durchwachsenen letzten Saison noch einer der (wenigen) Leistungsträger.
Also woher soll nun der plötzliche Erfolg kommen ? Offenbar haben die Verantwortlichen noch nicht den Ernst der Lage erkannt.
Die BVB-Fans können einem leid tun. Sie müssen machtlos mit ansehen, wie ihr Verein von die Hunde geht, da einige Verantwortliche zu stolz sind,
finanziell zwingende Entscheidungen zu treffen. Es lebe "Real Dortmund", tschüß "Borussia Dortmund".