Diesen Arztbesuch wird Marco Rehmer so schnell nicht vergessen. Die Behandlung einer Kieferprellung
kostete den Spieler von Hertha BSC Berlin 320.000 Euro. Doch wenigstens konnte Rehmer, der in der
vergangenen Saison der Einnahme eines Dopingmittels überführt wurde, seinen Arbeitsplatz retten.
Sein Brötchengeber Hertha BSC Berlin nahm die Kündigung, die Rehmer am 21.06. erhalten hatte, wieder zurück.
Rehmer wurde nach dem Spiel gegen 1860 München positiv auf Betamethason getestet. Doch es war keinesfalls seine
Absicht, sich mit dieser Substanz zu dopen.
Nein, vielmehr war es pure Dummheit und Fahrlässigkeit. Rehmer ließ sich kurz zuvor von einem Hals-Nasen-Ohren Arzt wegen
einer Kieferprellung behandeln. Diese Arztbehandlung gab der Profispieler gegenüber seinem Verein und dem DFB nicht an. Hätte
er dieses nicht versäumt, wäre alles völlig unproblematisch gewesen.
Rehmer hat nun zudem 9 Saisonspiele Zeit, über seine Unachtsamkeit nachzudenken. Dennoch ist er froh, dass größerer Schaden vermieden
werden konnte. "Ich bin erleichtert, dass die Sache vom Tisch ist. Das hätte auch ganz anders laufen können.", so Rehmer selbst nach dem Urteil.