Wenigstens ein deutscher Trainer wäre bereit, die deutsche Nationalmannschaft
zu trainieren. Lothar Mathäus, Rekordnationalspieler und Weltmeister von 1990,
gab gegenüber dem Kicker an, dass er bereit für den Posten wäre.
Momentan trainiert Lothar Matthäus die Nationalmannschaft von Ungarn. Dort hat er offiziell
noch einen Vertrag bis 2006. Doch das scheint das geringste Problem zu sein. Schon seit längerem
bringt sich Matthäus immer wieder selbst ins Gespräch, wenn es um das höchste Amt des deutschen
Fußballs geht.
"Es wäre sicher eine große und reizvolle Aufgabe. Ich würde mich vor der Verantwortung nicht drücken".
Doch offenbar reagiert in DFB-Reihen niemand auf den Wink mit dem Zaunpfahl. Nein, lieber beschäftigen sich die
feinen Herren mit Führungsstreitereien innerhalb der Chefetage. Doch zumindest da ist nun Licht am Ende des Tunnels.
Zwanziger und Meyer-Vorfelder werden ab sofort gemeinsam den DFB führen, anstelle gegeneinander um das höchste
DFB-Amt anzutreten. Waffenstillstand könnte man das nennen. "Im Interesse des deutschen Fussballes" heißt das dann
offiziell.
Doch einen Trainer kann die neugebildete DFB-Kommossion trotz dieses neuen Friedens immer noch nicht vorweisen. Anstelle
das Angebot von Matthäus anzunehmen, buhlt man lieber um Otto Rehhagel, der eigentlich in Griechenland ganz glücklich zu
sein scheint oder wirbt bei ausländischen Trainern.
Man stelle sich mal das "Horroszenario" vor, dass ein holländischer Trainer die deutsche Nationalmannschaft trainiert. Nein, bei aller
Freundschaft beider Völker, da ist doch die (gesunde) Rivalität zwischen beiden Teams zu groß.